Hallo Boarder,
ich habe mein Sys neu aufgesetzt, am 2940 U2B hängt meine neue Atlas 10K III (10.000 U/min, 4,5 ms, 8 MB Cache). In der Hilfe hier steht:
Mit diesem Eintrag lässt sich ein höherer Festplattencache einschalten.
Die Registrierung mit regedit über die Eingabeaufforderung öffnen.
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Control --> Session Manager --> Memory Management
LargeSystemCache
0 = Standarteinstellung
1 = höherer Festplattencache
Frage: heißt 'hoherer Festplattencache' daß der gesamte physische HDD Cache (8MB) zur Verfügung steht --- ? --- oder muß ich den irgendwo noch quantifizieren?
...und jetzt sagst Du, daß das was hier als Festplattencache angekündigt wird gar kein physischer Festplattencach ist?
Dann steht ja was falsches hier in den FAQs der Winhelpline!
Zweifel habe ich jedoch auch an den Erläuterungen in Deinem Link: Die Vokabel 'Size' ist undefiniert, Sie nimmt Werte zwischen 1 und 3 an, wobei der Autor deren Wirkung verschweigt...Bei 'LargeSystemCache' gibt es Werte von 0 bis 3, die wenigstens verbal beschrieben werden. Alles in allem machts auch nicht gerade einen seriöser Eindruck.
Der Cache von 8MB, den Du meinst, der bezieht sich auf das Speichern von Daten zwischen dem Speicher der Festplatte und dem Bussystem des Rechners (unabhängig vom Betriebssystem). Der Cache, der in der FAQ und im Link beschrieben ist, bezieht sich auf das Speichern von Daten im RAM. Dabei werden unterschiedliche Gewichtungen für die verschiedenen Eisatzzwecke gewertet.
Du unterliegst hier also einem Missverständnis, wenn Du den physikalischen Speicher deiner Festplatte mit dem der caching-Beziehung von Windows (Fesplatte -> RAM) in einen Topf wirfst. Das hat beides nix miteinander zu tun!
Zitat:
...und jetzt sagst Du, daß das was hier als Festplattencache angekündigt wird gar kein physischer Festplattencach ist?
gemeint ist hier, dass Daten der Festplatte im RAM gehalten werden, nicht im Speicher deiner Festplatte. Also ist diese wie jene Aussage richtig.
Okay - aber es wird ja großspurig als 'höherer Festplattencache einschalten' benamt. Also sowas hört sich für DAUs wie mich schon sehr nach dem Cache am anderen Ende des Festplattenkabels an. Das das Mobo-seitige Ende des Festplattenkabels auch einen Cache hat ist zumindest denkbar - wenn auch die kritisierte Formulierung das nicht zum Ausdruck bringt.
Pauschal lässt sich das so auch nicht beantworten:
es hängen zu viele Nebenbedingungen davon ab. Zum einen ist es massgeblich, über wieviel Arbeitsspeicher du verfügst. Zum anderen ist der Einsatzzweck des Rechners entscheidend.
"LargeSystemCache" erhöht den "Puffer" für Dateifreigaben. Wenn du deine Workstation also als Fileserver einsetzt, macht das setzen des Wertes auf "1" durchaus Sinn.
Betreibst du die Maschine vornehmlich zum 'daddeln' bringt dir die Massnahme nix.
Hast du aber "genügend" Arbeitsspeicher zur Verfügung, kannst du es dir leisten davon einen Teil für die Dateifreigaben zu reservieren - ohne das sich die Einstellung im normalen Betrieb negativ auswirkt.
Da moderne Rechner jetzt meistens mit reichlich Arbeitsspeicher ausgestattet sind (Vorsicht: 'reichlich' hängt immer von den tatsächlich laufenden Anwendungen ab!) tendiert die Annahme hier einen Performancezuwachs zu bemerken eher zu "ja".
Noch konkreter: bei Windows2000Server ist die Standardeinstellung des Wertes "1", bei Windows2000Woorkstation ist die Defaulteinstellung "0".
Daraus liesse sich dann ableiten:
wer eine Workstation eher "als Server missbraucht" fährt mit der Änderung des Wertes auf "1" besser, wer nur surft und daddelt, kann den Wert auf "0" lassen.
Der Orignaltext der WindowsRegistryReference gibt folgendes für die beiden Einstellungen an:
Zitat:
Large System Cache value "0":
Establishes a standard size file-system cache of approximately 8 MB. The system allows changed pages to remain in physical memory until the number of available pages drops to approximately 1,000. This setting is recommended for servers running applications that do their own memory caching, such as Microsoft SQL Server, and for applications that perform best with ample memory, such as Internet Information Services.
Large System Cache value "1":
Establishes a large system cache working set that can expand to physical memory, minus 4 MB, if needed. The system allows changed pages to remain in physical memory until the number of available pages drops to approximately 250. This setting is recommended for most computers running Windows 2000 Server on large networks.
Alles klar?
PS: mich stört es hier etwas, dass du unserer FAQ "Großspurigkeit" unterstellst - nur weil du in diesem Fall ein Verständnisproblem hast. Genausowenig ist ein interessiert (und gezielt)nachfragender User ein DAU!
Also lass und dein Missverständniss klären und alles wird gut...
Eine Frage zum physikalischen Festplattencache:
Ist es nicht so, dass dieser auch eine Gefahr in sich birgt. Wenn der Rechner zum Beisp. zu rasch runterfährt, kann ein großer Speicher auch leicht zu Verlust von Daten führen.
Vor allem bei Stromausfällen. Deshalb erzwingt doch ein Server eine USV? Für eine WS frage ich mich, ob es sinnvoll ist mit 8Mb onboardcache der Festplatte.
Original geschrieben von Allfred ... wenn auch die kritisierte Formulierung das nicht zum Ausdruck bringt.
@Buckfix: danke für Deine Erklärungen. Nach diesen ist auch eine andere Interpretation des Tipps zum 'freischalten des Festplattencache' möglich. Aber es fehlt im Text des Tipps jeglicher Hinweis. Ich bleibe dabei, es ist mißverständlich (= verbesserungswürdig) für DAUs wie mich. Hinter einer reisserischen Überschrift verbirgt sich ein sachlich richtiger Fakt, aber eine herkömmliche Interpretation läuft ins Leere.
@joe: für mich kann ich die Verwendung einer USV bestätigen. Allgemein gab es schon bei kleineren Festplattencaches Problemmeldungen. Aber es ist gegenwärtig die Bewegung des Marktes (zB. bei WD) hin zu 8MB Cache selbst bei IDE HDDs. Da sind dann die Probs schon vorprogrammiert.
@Joe
Genauso ist es: so "nett" der Performancegewinn durch grosse Caches bei modernen Fesplatten ist, so gefährlich ist er auch schon bei einem einfachen "reset" der ja hin und wieder mal notwendig sein soll
Nochmal bemerkt: ist dies aber unabhängig von der oben angeführten Tuningeinstellung! Wenn der Rechner sich mal festfrisst und nur noch ein "reset" Abhilfe schaffen kann, nutzt dir auch die beste USV nix. Das RAM der Festplatte verliert dabei umso mehr Daten, umso grösser der eingebaute Cache ist.
Ich für meinen Teil verzichte auf den Performancezuwachs durch den eingebauten Plattencache zumindest auf der Systemfestplatte! Die Möglichkeit dazu bieten z.B. das IBM-Feature-Tool (für IBM-Platten). Andere Hersteller haben da ähnliche Tools.
@Allfred
sicher kann man an der Formulierung der FAQ etwas verbessern. Tuning sollte man aber eben auch nur durchführen, wenn man das, was man macht, auch versteht.
Wenn jemand - wie du - damit ein Verständnisproblem hat, erklären wir es auch gerne genau. Für andere Anwender reicht es eben, wenn sie mit Hilfe dieser FAQ den entsprechenden Pfad in der Registry schnell finden.
Eine Tuning-Anleitung erhebt in keinem Fall den Anspruch "DAU-gerecht" zu sein. Ein gewisses Verständnis wird da schon vorausgesetzt.
Wir sind hier schliesslich nicht in Amerika, wo man beim Kauf einer Microwelle darauf hingewiesen werden muss, dass das Trocknen von Haustieren darin verboten ist
nun musste ich doch etwas schmunzel bei Deinem letzten Schlusssatz. Ist es nicht traurig, dass man solches auf die Bedienungsanleitungen schreiben muss.
Natürlich bin ich Deiner Meinung, dass eine USV den Sinn verliert, wenn ein Reset des Rechners ansteht. Am besten ist es, wenn man den Reset bei einem Server lahmlegt. In der Hoffnung, in nur alle paar Jahre brauchen zu müssen.
Bei einer WS würde ich nur, wenn es gar nicht anders geht eine USV anbringen.
Das war früher bei med. Geräten vielfach der Fall. Heute bindet man die Geräte an Server an. Damit verschwinden die USV's langsam.
Die Dinger sind ja auch nicht ohne, wenn man sie nicht regelmäßig wartet und testet.