Von einer Freundin habe ich ein Problemkind bekommen, um das ich mich kümmern soll, das Notebook, ein "HP Compaq nx6125" produziert nämlich Bluescreens.
Meine erste Aktion war es im Bios einen RAM und einen Festplattentest zu tätigen, der lief ohne Probleme.
Ich testete den RAM dann mit den HP-Utilities für dieses Notebook, wieder erhielt ich keine Probleme, gleiches dort für die Festplatte.
Ich traute dem Notebook, das auch schonmal beim HP-Support war (nicht, dass ich viel von HP halte), nicht, zumal die Besitzerin durchaus PC-Versiert ist, und wohl keine Bluescreens her halluziniert. Ich suchte also die Bluescreens, die ihrer Meinung nach unregelmäßig auftraten, und quälte das Notebook mittels Burn-In-Test.
Und endlich kam ich an meine Bluescreens.
Mehrmals Code 0x000000C4
Der Fehler ist bekannt und zeigt einen Treiberkonflikt an, der auf Norton 200x zurückgeht.
Gemacht wurde: Ausstellen der Treiberprüfung via Verifyer, C4 war weg, aber...
IO System Verification-Error in wmiacpi.sys. Dagegen dand ich keine Lösung.
Nummer 3 der mir über den Weg lief war der Herr 0x0000000A, IRQL_Less_or_not_equal. Ich fand zwar Gründe warum er auftritt, aber das wars auch schon.
Nummer 4 hörte auf den Namen 0x00000019, genauer: Bad_Pool_Header
Das war dann der Moment in dem es Norton wirklich an den Kragen ging, das Programm flog runter. Nun, danach fuhr er nur noch im Abgesicherten Modus hoch und erst dank meiner Kamera konnte ich feststellen, dass ein gewisser 0x0000007F dafür verantwortlich war.
Ich dachte scho, nachdem ich das drei mal in Folge beobachtete, ich hätte meinen Kanidaten, als er plötzlich weg war, und platz für Page_fault_in_non_Paged_area, 0x00000050 machte.
Damit hatte sich das installierte XP zum Tode durch Format C: verurteilt. Drauf kam ein frisches Windows XP Professional, und die Treiber für W-LAN, LAN, Graka, Sound und Fingerabdruckscanner von der HP-Seite.
Er hielt dann auch 7 Burn-In-Tests à 100% auslastung à 15min durch- bis eben. Nicht das es einer der alten Bluescreens war, nein, wieder ein neuer, leider zu schnell, und zu überraschend, irgendwas mit win32.sys
Damit erhärtete sich die Theorie eines Hardwarefehlers. Ein anderes Memory-Testprogramm, MemTest offenbarte auch grade eben, über 500 Fehler im RAM, alle nach der 55%-Marke (zweichen 55 und 70% allein 29 Stück, ab 90% gings dann los, da kamen dann schnell nochmal 400 Fehler drauf), mal hieß es, das Segment könne garnicht speichern, andere male hieß es, die Kopie sei nicht akkurat.
Frage 1: Wie reliabel ist so ein Test? Denn Burn-In hat nix festgestellt, und alle anderen Testprogramme auch nicht.
Vor Jahren, bevor mich ein Kommilitone von Apple überzeugte, hatte ich ein Dell Inspiron... Da ist mir das erste und einzige mal in meinem schon recht lange währenden Computerleben die Festplatte unter abgabe ekelerregender Geräuche, in die ewigen Bytegründe gegangen. Ich weis nicht ob es Paranoia ist, aber diese Notebookfestplatte macht sehr ähnliche Geräuche...
Frage 2: Wie kann man dieses Ding testen, also richtig, und wenn es die ganze Nacht dauert?
Frage 3: Kann das wirklich nur alleine am RAM liegen oder ist diese gewaltige Bluescreen-Versammlung eher ein Indikator für irreparable Schäden?
Ich hatte mal mit einem Laptop von Acer ähnliche Probleme.
Seit dort ein neuer 1GB-RAM seinen Dienst versieht, gab es keine Bluescreens mehr.
Und wenn Dir der MEM-Test schon so viele Fehler meldet, Du ständig Abstürze hast, dann würde ich das auch glauben.
Wenn Du also das Problem behoben hast, kannst Du Dir immer noch Sorgen um die Festplatte machen!