Intel kündigt Prozessor mit sechs Rechenkernen an
Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat seinen ersten Prozessor mit sechs Rechenkernen angekündigt. Er soll im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen, wie Intel-Manager Pat Gelsinger am Montag sagte.
Der Chip, der unter dem Codenamen «Dunnington» entwickelt wird, ist für den Einsatz in Servern gedacht. Mehr Rechenkerne verbessern die Leistung des Prozessors und die Energie-Effizienz.
Der kleinere Intel-Konkurrent AMD bietet derzeit Server-Chips mit vier Rechenkernen an, während Intel bisher auf eine Kombination aus zwei miteinander verbundenen Doppelkern-Prozessoren zurückgreift.
Zugleich plant Intel eine neue Prozessoren-Familie, die zwei bis acht Rechenkerne führen kann. Die Plattform, die unter dem Namen Nehalem bekannt ist, soll in Notebooks, Desktop-PCs und auch Servern zum Einsatz kommen. Der Produktionsbeginn sei für das vierte Quartal geplant, sagte Gelsinger. Die Nehalem-Chips sollen außerdem einen bei AMD bereits eingesetzten so genannten Memory Controller bekommen, mit dem Informationen aus dem Speicher schneller abgerufen werden können.
Zu einer weiteren neuen Chip-Plattform mit der Bezeichnung Larrabee, hieß es, sie solle viele Rechenkerne haben. In den Bildern zu Gelsingers Präsentation sei ein Chip mit zwölf Kernen dargestellt gewesen, berichtete das Wall Street Journal am Dienstag. Die Larrabee-Prozessoren seien vor allem für Grafik- Anwendungen gedacht, hieß es von Intel.
Der Chip mit den meisten Rechenkernen ist aktuell der Cell- Prozessor, der von IBM, Sony und Toshiba entwickelt wurde und zum Beispiel in der Spielekonsole PlayStation 3 zum Einsatz kommt. Er hat acht Rechenkerne plus eine extra Einheit, die sie steuert.
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