Der japanische Konzern Sony hat ein flexibles Farbdisplay vorgestellt, das Videos wiedergibt, während es verbogen wird. Als Prototyp wurde ein 2,5 Zoll großer Bildschirm gezeigt. Um die Flexibilität zu erreichen, wurde der Bildschirm auf Basis der OLED-Technologie konstruiert und als Trägermaterial Plastik statt Glas verwendet, berichtet IDG News Service. Zur Anwendung könnte die Technik in Zukunft bei aufrollbaren Bildschirmen und Fernsehern kommen. Ein Demonstrationsvideo befindet sich auf der Videoplattform
YouTube.
Das flexible OLED-Panel ist etwas größer als ein Handy-Display und bietet eine Auflösung von 160 mal 120 Pixel. Die Helligkeit soll etwa bei 100 Candela pro Quadratmeter und der Kontrast bei 1.000:1 liegen. Das Display hat eine Stärke von 0,3 Millimeter und ein Gewicht von 1,5 Gramm. Bisher gibt es noch keine konkreten Pläne für Produkte, die Möglichkeiten sind jedoch vielfältig. Unter anderem wären besonders dünne und widerstandsfähige Multimedia-Player denkbar, die keinen Schaden nehmen, wenn sie gebogen werden.
Eine weitere Möglichkeit zeigt Polymer Vision. Das holländische Unternehmen hat ein Mobiltelefon entwickelt, dessen Bildschirm aufgerollt werden kann. Zur Anwendung kommt eine Polymer-Technik, die Texte derzeit noch in Graustufen darstellt. Künftig sollen mithilfe dieser Technik jedoch auch farbige und bewegte Bilder angezeigt werden, erklärte Thomas van der Zijden, Marketing Manager bei Polymer Vision.
OLED-Displays zeichnen sich im Vergleich zu anderen Flachbildschirm-Technologien durch ihren geringen Platzbedarf, eine hohe Bildqualität und einen niedrigen Stromverbrauch aus. OLEDs emittieren ihr eigenes Licht, wodurch keine Hintergrundbeleuchtung wie bei LCD- oder Plasmaschirmen nötig ist. Bislang werden OLEDs als kleine Displays in elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen eingesetzt. Sony hat bereits angekündigt, in Japan noch in diesem Jahr ein elf und ein 27 Zoll großes OLED-Display auf den Markt zu bringen. (
pte)