Sony Electronics-Präsident Stan Glasgow geht davon aus, dass Lithium-Polymer-Akkus schon bald die derzeit in Notebooks verwendeten Lithium-Ionen-Akkus ablösen werden. Dies berichtet das Branchenportal Cnet. Polymer-Akkus lieferten in der Vergangenheit noch nicht genügend Kapazität, um ein Notebook ausreichend mit Energie zu versorgen. Die Polymer-Akkus haben jedoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten auf Lithium-Ionen-Basis, den Sony nach dem Akku-Debakel gerne betont: Die Gefahr eines Kurzschluss durch Überhitzung gäbe es nicht.
Beide Batterietypen setzen als aktive Komponente auf Lithium. Die einzelnen Zellen in den Polymer-Akkus sind jedoch nicht unterteilt. Bei Sonys Problemakkus kam es zu einem Kurzschluss zwischen den Zellen aufgrund von Überhitzung. Dies sei nun nicht mehr möglich, da der Akku nur aus einer Zelle besteht. Das Lithium liegt in Form eines Gels vor, das in der Batterie verteilt ist. Dies ermögliche zudem die freie Wahl der Akku-Bauform. Somit könne der Energielieferant optimal an die leeren Teile im Laptopgehäuse angepasst werden.
Mittlerweile wurde auch die Kapazität der Polymer-Batterien weiterentwickelt und erhöht. Einige Mobiltelefonhersteller verbauen diese Akku-Technik bereits in ihre Produkte. Zudem wird nach Alternativen zu Lithium gesucht. "Das Hauptproblem bei Lithium-Ionen-Akkus ist das Lithium", sagte der Akku-Experte Rolf Zinniker vom Electronics Laboratory an der ETH Zürich. Lithium sei sehr instabil und reagiere auf Wasser unter Entwicklung von Wasserstoff sehr aggressiv. Er fügte allerdings hinzu, dass „die Akkus im Prinzip jedoch sicher sind“. Entwickler suchen dennoch nach weiteren Alternativen. So wird an lithiumfreien Batterien auf Zink-Basis geforscht. Eine weitere Alternative sind Brennstoffzellen. Glasgow geht allerdings davon aus, dass „in den nächsten zwölf bis 18 Monaten nichts wirklich Neues am Markt erhältlich sein wird.“ (
pte)