Die Auslagerungsdatei (engl. swap file oder page file) bezeichnet eine Datei auf einem Massenspeichermedium eines Computers, die verschiedene Betriebssysteme im Rahmen ihrer Speicherverwaltung verwenden, um Prozessen einen größeren Adressraum zur Verfügung stellen zu können als durch den physisch vorhandenen Arbeitsspeicher eigentlich möglich wäre.
Das Betriebssystem jedes Computers verwaltet einen Speicherbereich, in dem die Daten, die gerade vom Rechner gebraucht werden, abgelegt werden. Diesen Bereich nennt man RAM (Random Access Memory). In bestimmten Situationen kann es je nach Größe des Arbeitsspeichers vorkommen, dass nicht alle diese Daten im RAM Platz finden, etwa weil besonders speicherintensive Programme verwendet werden. In diesem Fall wird der adressierbare Systemspeicher erweitert und dieser zusätzliche Adressraum in eine Auslagerungsdatei umgeleitet.
Einige Programme oder Betriebssysteme wie etwa Microsoft Windows greifen aber auch dann auf die Auslagerungsdatei zu, wenn noch ausreichend RAM vorhanden ist. So wird unter bestimmten Versionen von Windows beispielsweise der einem Programm zugewiesene Arbeitsspeicher in die Auslagerungsdatei umgeleitet, wenn es vom Benutzer minimiert wird. Dadurch wird mehr Arbeitsspeicher für die momentan aktiven Programme verfügbar.
Derzeit sind die meisten Rechner mit mind 2GB RAM ausgestattet, teilweise sogar mit 4 oder 8 GB RAM. Somit stellt sich die Frage wieso Windows die Möglichkeit geben überhaupt Daten in die Auslagerungsdatei zu schreiben. Windows selbst würde hier auch kaum Probleme mache, aber einige Programme setzen die Auslagerungsdatei vorraus und würden so nicht optimal laufen.
Also heisst es hier testen ob ein komplettes abschalten den Rechner nicht instabil werden lässt. Ich habe seit ich Windows 7 nutze die Auslagerungsdatei komplett abgeschaltet und bis heute noch keine Probleme festellen können.
Weiter gibt es noch zwei Vorteile die durch ein komplettes abschalten entstehen, die ich noch nennen möchte.
Wer die Auslagerungsdatei dynamisch von Windows 7 verwalten lässt, fragmentiert seine Festplatte unnötig, da durch das ständige ändern der Größe immer wieder freie Lücken auf der Festplatte entstehen die mit anderen Daten vollgeschrieben werden. Wer die Auslagerungsdatei abschaltet hat dieses Problem natürlich nicht. Sollte ein abschalten durch Programme nicht möglich sein, muss auf jedenfall eine feste Größe für die Auslagerungsdatei festgelegt werden. Diese sollte der Größe des im Rechner verbauten Arbeitsspeichers entsprechen.
Ein weiterer Vorteil entsteht durch das abschalten der Auslagerungsdatei bei Systemsicherungen. Normal entspricht die Auslagerungsdatei der Größe des Arbeitsspeichers. Wenn 4 GB RAM verbaut sind müssen auch 4 GB sinnlose Daten mitgesichert werden.
Wie passt man die Auslagerungsdatei an?
Dazu einfach die Windowstaste + Pause drücken. Jetzt öffnen sich die Systemeigenschaften. Hier jetzt auf Erweiterte Systemeinstellungen (Foto Punkt 1) --> Erweitert ---> Einstellungen (Foto Punkt 2) --> Erweitert --> Ändern (Foto Punkt 3)
Im nächsten Fenster kann man die gewünschten Einstellungen vornehmen.
Es ist ebenfalls möglich, sofern mehr als eine Festplatte im Rechner verbaut ist, die Auslagerungsdatei auf ein anderes Laufwerk zu verschieben um die Systemleistung zu verbessern.
Nach erfolgten Einstellungen muss Windows 7 neu gestartet werden damit die Änderungen wirksam werden.









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