OPTMTU und DFÜ-SPEED funktionieren NICHT bei der WIN2000 Registry !! Wenn diese Programme schon benutzt wurden, bitte alle Einträge, die diese Programme gemacht haben, vorher entfernen ! Im Detail wären das, soweit vorhanden:
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Class --> NetTrans
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Class --> Net
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet001 --> Services --> VxD --> MSTCP
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet001 --> Services --> VxD --> NWLink --> NDI --> Params --> cachesize
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet002 --> Services --> VxD --> MSTCP
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet002 --> Services --> VxD --> NWLink --> NDI --> Params --> cachesize
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet003 --> Services --> VxD --> MSTCP
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet003 --> Services --> VxD --> NWLink --> NDI --> Params --> cachesize
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet004 --> Services --> VxD --> MSTCP
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> ControlSet004 --> Services --> VxD --> NWLink --> NDI --> Params --> cachesize
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> VxD --> MSTCP
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> VxD --> NWLink --> NDI --> Params --> cachesize
(komplett entfernen)
Einfacher geht's, indem Sie die
DEL_MTUOPT_DFUSPEED.zip (siehe Anhang) entpacken, rechte Maustaste auf die Datei klicken und dann Installieren wählen.
So, nun steht der Optimierung für WIN2000 nichts mehr im Wege :-)
Bitte immer daran denken: Um die Änderung nutzen zu können, muß auch bei WIN2000 ein Neustart gemacht werden !!!
Für Schnellstarter :
Laden Sie sich die
WIN2K_TCPIP_TWEAK.zip (siehe Anhang) herunter, entpacken Sie sie und doppelklicken Sie sie im Explorer. Mit dem Import dieser Datei wurden die optimalen TCP/IP Einstellungen für WIN2000 automatisch gemacht.
Zum Rückgängigmachen dieser Einstellungen brauchen Sie nur die
WIN2K_TCPIP_default.zip (siehe Anhang) entpacken, rechte Maustaste auf die Datei klicken und dann Installieren wählen.
Für Leute, die mehr wissen wollen:
Windows 2000 setzt auf NT Technologie auf und ist generell besser optimiert für Networking als Windows 9x und sogar NT4, aber es ist immer noch mehr in Bezug auf Ethernet konfiguriert als auf hohe Internet-Geschwindigkeiten. Hier werden Sie bestimmte Informationen finden, wie die Windows 2000 Registry für Kabel-Modems, ISDN, DSL oder irgendeine ähnliche Art von Breitband-Internet Verbindung zu optimieren ist. Die Anpassung der Windows-Konfiguration erfordert einige Kenntnisse von der Windows 2000 Registry. Wer nichts mit der Registry zu tun haben will, kann alle Einstellungen
machen, wie sie unter dem Punkt FÜR SCHNELLSTARTER beschrieben sind.
Um die Registry zu bearbeiten, benutzen sie am besten das Windows- eigene REGEDIT (START->AUSFÜHREN und REGEDIT eingeben).
Es wird dringend empfohlen, dass Sie ein BACKUP von Ihrer Windows - Registrierung machen. Der leichteste Weg ist: im REGEDIT oben im linken Fenster ARBEITSPLATZ markieren, und dann über die Menüzeile REGISTRIERUNG-> REGISTRIERUNG EXPORTIEREN anklicken.
Empfohlene TCP/IP Einstellungen für Windows 2000
Anders als NT4 unterstützt Windows 2000 große TCP - Fenster namens RFC1323. Windows 2000 schließt noch einige andere Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern ein, die Sie benutzen können, um die Geschwindigkeit für TCP/IP Transfers zu erhöhen. Die besten Einstellungen werden in rot dargestellt, die Beschreibungen und andere Optionen werden hinzugefügt, damit Sie die Einstellungen individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen können.
Alle folgenden Einträge werden, außer wenn anders beschrieben, in der Windows 2000 Registrierung unter folgendem Schlüssel vorgenommen:
HKEY_LOCAL_MACHINE --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters
TCPWindowSize
Der Wert von TCPWindowSize in der Windows 2000 Registrierung ist ein DWORD (stellt Bytes dar in einer Größe von 0 bis zu 2^30) Mit den empfohlenen Werten ( fett ) optimieren Sie TCP für hohe Geschwindigkeiten im Internet, diese Werte sind für die meisten Fälle o.k., aber wenn Sie gern einen eigenen Wert benutzen möchten, folgen Sie diesen Richtlinien:
Für beste Ergebnisse sollte das TCPWindow ein Vielfaches von MSS (Maximum Segment Size) sein. MSS ist generell MTU-40, wobei MTU (Maximum Transmission Unit) die größte Paket-Größe ist, die übersandt werden kann. MTU ist bei jedem Provider unterschiedlich, siehe auch Abschnitt MTU, da steht, wie man seinen realen MTU ermitteln kann.
Es gibt drei Stellen in der Windows 2000 Registrierung, wo Sie den TCPWindowSize - Parameter hinzufügen können:
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> GlobalMaxTcpWindowSize="372300" (DWORD, Bytes)
Gültige Werte sind von MSS bis 2^30. Geben Sie den Wert dezimal ein, für beste Resultate sollte der Wert ein Vielfaches von MSS sein.
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> TcpWindowSize="372300" (DWORD, eine Anzahl von bytes) Gültige Werte sind von MSS bis 2^30. Geben Sie den Wert dezimal ein, für beste Resultate sollte der Wert ein Vielfaches von MSS sein. Wenn Sie mit den Werten experimentieren möchten, versuchen Sie mal 186880 oder 93440.
TcpWindowSize darf es auch geben unter HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Interface -->
- wenn es dort eingetragen ist, überschreibt der Wert, der hier steht, die globalen Einstellungen für dieses einzelne
. ( ein könnte z.B. so heißen: {30327DE2-06A1-4A34-A7CB-115840393C40} )
ACHTUNG, bei der Angabe von MaxMTU müssen andere Werte eingegeben werden !!
Tcp1323Opts
Tcp1323Opts ist eine notwendige Einstellung, um die LARGE TCPWindow´s Unterstützung zu ermöglichen. Ohne diesen Parameter wird das TCPWindow auf 64K begrenzt.
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Tcp1323Opts = 3 " (DWORD, empfohlene Wert ist 3. Die möglichen Werte sind 0 - RFC 1323 Möglichkeiten werden ausgeschaltet, 1 - Fenster einstellbar, aber keine Timestamp Möglichkeiten, 3 - Fenster einstellbar mit Timestamp Möglichkeiten).
DefaultTTL (time to live)
Dieser Wert bezeichnet die Lebensdauer eines Datenpaketes in Stationssprüngen, bevor es gelöscht wird. Durch die immer weiter zunehmende Größe des Internet´s ist es mittlerweile sinnvoll, ein Datenpaket länger leben zu lassen. Die Windows Grundeinstellung sieht 32 Stationen vor, was aber nicht immer ausreicht und so zu Verzögerungen führt. Ein Optimaler Wert ist momentan 128 Stationen.
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> DefaultTTL = 128" (DWORD, empfohlene Wert ist 128. Andere Werte, die überall benutzt werden, sind 64 und 32)
EnablePMTUDiscovery
Wenn zu 1 gesetzt (Wahr), versucht TCP, den MTU automatisch vom REMOTE HOST zu ermitteln. Das Setzen auf 0 verursacht, daß der MTU fest auf 576 gesetzt wird, was aber die gesamte durchschnittliche Performance bei HIGH-SPEED-VERBINDUNGEN (ISDN und besser) reduziert. Beachten Sie, daß diese Einstellungsempfehlung unter WIN2000 anders ist als die Empfehlung für WIN9X.
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> EnablePMTUDiscovery = 1 " (DWORD-boolean, gültige Werte sind 0-- >nicht wahr und 1-- >wahr). Viele Verbindungen sind besser mit diesem Wert von 1 aber wenn Sie es vorziehen, feste Pakete 1500 zu senden, können Sie den Wert auf 0 setzen. Wenn der Wert auf 1 gesetzt ist, können sich bildende Verbindungen und der Anfangsspeed ein bißchen verlangsamen, aber Sie werden einen besseren Datendurchsatz haben, wenn (bei Wert=0) irgendwo in dem Pfad große Pakete fragmentiert werden müßten.
EnablePMTUBHDetect
Wenn zu 1 gesetzt (Wahr) wird es ermöglicht, "BLACK HOLE"- Router zu entdecken, aber es nimmt auch die Anzahl von RETRANSMISSIONS für das übermittelte Segment zu. In den meisten Fällen sollten Sie BHDetect auf 0 setzen (ausschalten).
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters -->EnablePMTUBHDetect = 0 " (DWORD-boolean, gültige Werte sind 0-- >nicht wahr und 1-- >wahr, empfohlen: 0).
SackOpts (selective acknowledgement options)
Dieser Parameter kontrolliert ob die SACK - Unterstützung ermöglicht wird oder nicht. SACK ist für Verbindungen, die große TCP-Window Größen benutzen, besonders wichtig.
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> SackOpts = 1 " (DWORD-boolean, empfohlener Wert ist 1). Mögliche Werte sind 0 - Sack-Unterstützung ausgeschaltet oder 1 - Sack-Unterstützung eingeschaltet).
Zusätzlicher TCP/IP verwandter Parameter
Da der zusätzliche TCP/IP Parameter in den meisten Fällen nicht notwendig ist, und Sie nicht irgendeine drastische Verbesserungen zu erwarten haben, will ich Ihnen diesen aber trotzdem nicht vorenthalten. Ich füge sie für die Leute unter Ihnen mit hinzu, die gerne mit den Einstellungen experimentieren.
Sie können evtl. das letzte Stück Performance damit herausholen, oder das TCP/IP Verhalten der einzelnen Netzwerkadapter ein wenig anpassen. Bedenken Sie, Sie sollten schon wissen, was der folgende Parameter bedeutet und wie das Verändern des Wertes Ihre Verbindung beeinflussen kann.
MTU
Der folgende MTU-Eintrag überschreibt Standard MTU-Wert für das Netzwerkgerät, wo er eingetragen wird. Bedenken Sie, daß trotz wenn EnablePMTUDiscovery auf 1 gesetzt ist, TCP den kleineren Wert von diesem örtlichen MTU benutzen wird. Wenn Sie einen MTU Wert hier eingeben, setzen Sie PMTUDiscovery außer Kraft und hindern so Ihr System daran, das Netzwerk MTU mit dem REMOTE HOST auszuhandeln.
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Interfaces --> MTU = 1500 " (DWORD, gültige Werte sind von 68 bis zu oft benutzte Werte sind 576, 1152, 1500). ACHTUNG: der Parameter heißt MTU und NICHT wie bei WIN9X MaxMTU.
reale MTU-Werte ermitteln
Wählen Sie sich über DFÜ-Netzwerk bei Ihrem Provider ein ( Browser muß nicht unbedingt geöffnet sein ! ) Starten Sie die Eingabeaufforderung, und geben Sie ein:
ping -f -l 548 *************
(-l ist ein kleines L, NICHT ein großes I)
für ********** geben sie die URL Ihres Internet-Providers ein, bei einem T-Online-Zugang heißt die komplette Zeile dann so:
ping -f -l 548
www.t-online.de
Nun müssen Sie die Eingabe immer wieder wiederholen, und dabei den Wert 576 solange erhöhen, bis ein Fehler namens
kommt. Wenn dieser Fehler auftritt, verringern Sie den Wert wieder solange, bis Sie sich an den Wert "herangetastet" haben, wo es keinen Fehler gibt. Ziel bei dieser Prozedur ist es, den größten Wert OHNE Fehler herauszufinden. Dieser Wert +28 ist der REALE MTU Ihrer Internetverbindung.
Beispiel:
Ich habe einen Account bei T-Online über ISDN (ohne Kanalbündelung !). Mit der oben beschriebenen Prozedur habe ich als maximalen Wert 1472
herausbekommen. 1472+28 = 1500 . Die MTU ist also 1500.
Diesen Wert gebe ich nun an folgender Stelle ein:
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> Interfaces --> MTU = 1500 (dezimal !!!)
Nun müssen die Werte von GlobalMaxTcpWindowSize und TcpWindowSize noch errechnet werden:
TcpWindowSize = (MTU - 40) * 255 (Fenstergröße 255)
TcpWindowSize = (1500 - 40) * 255
TcpWindowSize = 372300
Dieser Wert muß nun hier eingegeben werden:
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services -->Tcpip --> Parameters --> GlobalMaxTcpWindowSize = 372300
HKLM --> SYSTEM --> CurrentControlSet --> Services --> Tcpip --> Parameters --> TcpWindowSize = 372300
Mit dieser Optimierung rennt mein T-Online-DFÜ wie noch nie !! Noch viel Spaß beim Konfigurieren, (GI-Joe)