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FAQ Datenbank - Installation von Windows 2000 FAQs, Tipps, Infos und Anleitungen zur Installation von Windows 2000

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Alt 27.03.2006, 13:30   #1
Lemmi
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Standard Infos zu den Dateisystemen

FAT 16 Dateisystem:

Definition: File Allocation Table (dt. Datei-Zuordnungs-Tabelle), die Zahl 16 steht für 16Bit-Datenbreite (pro Cluster, s.u.)

Zuordnung: Fat(16) ist das Dateisystem der ersten Windows95-Version.(a) Es wurde später (aus Kompatibilitätsgründen zu Win95) auch als Alternative unter Windows-NT4 angeboten, ist für dieses Betriebssystem vor allem aus Sicherheitsgründen jedoch völlig ungeeignet (s.u.)

Technisches: Das Fat(16)-Dateisystem unterstützt 16Bit pro Cluster und kann maximal eine Anzahl von 65.536 Clustern ansprechen. Ein Cluster wiederum kann - je nach Größe der jeweiligen Partition (s.Tabelle unten) - eine Größe von bis zu 32KB haben. Multipliziert man nun die Cluster- Größe von 32KB mit der maximalen Anzahl an Clustern - 32 x 1.024 x 65.526 - dann erhält man einen Wert von 2.147.155.968 Cluster. Dieses entspricht einer maximalen Partitionsgröße von ca. 2.1GB. Größere Festplatten müssen unter Fat16 also auf jeden Fall durch Partitionieren in mehrere Laufwerke (Partitionen) zerlegt werden. Die 32KB Clustergrösse gelten ab einer Partitionsgröße von 1.024MB aufwärts.(s. Tabelle unten)

Die Tabelle zeigt die feste Clustergröße in Abhängigkeit von der Partitionsgröße:

0 bis 128 MByte = 2 KByte
128 bis 256 MByte = 4 KByte
256 bis 512 MByte = 8 KByte
512 bis 1024 MByte = 16 KByte
größer als 1024 MByte = 32 KByte

Vorteile: Fat(16) ist das älteste der vier für alle aktuellen Windows-Versionen der Win9x und der NT-Reihe relevanten Dateisysteme und als solches das einzige, auf das all diese OS ohne Fremdprogramme (z.B. Fat32 for NT, NTFS for Win98) sofort umgehen können, womit sowohl der Schreib- als auch Lesezugriff gemeint ist. Windows95(a,b,c) und Windows98(SE) können sowieso auf Fat(16) Partitionen installiert werden. NT-4 bietet das als Installations-Option an. Windows2000 wird zwar alternativ auf einer Fat32-Partition eingerichtet (wenn man NTFS verneint) hat aber ebenfalls kein Problem im Umgang mit dem einfachen Fat, wie ein Blick auf die Formatierungsoptionen in der Datenträgerverwaltung klarmacht. Dass Windows NT (egal ob 4 oder 5, alias Win2000) auf Basis von Fat (egal ob 16 oder 32) eine äußerst ungünstige Alternative darstellt dürfte klar sein, aber in Einzell-bzw. Ausnahmefällen mit Multibootkonfigurationen, wo zwischen zwei oder mehreren Windows-Betriebssystemen voller Datenaustausch/Zugriff möglich sein muss bzw. volle Kompatibilität herrschen muss, kann diese Tatsche eventl. von Bedeutung sein. Fat(16) ist unter bestimmten Bedingungen auch das schnellste der 4 Windows-Dateisysteme: Je größer die Cluster, desto weniger davon braucht man um eine Partition mit jeweils gleicher Größe zu füllen. Weniger Cluster bedeuten geringeren Verwaltungsaufwand, was wiederum die Geschwindigkeit der betreffenden Partition erhöht. Da Fat32 standardmäßig Cluster von 4KB nutzt ist hier der Verwaltungsaufwand unter Umständen erheblich höer, was dann dazu führt, dass es bis zu 25% langsamer ist, als eine entsprechende Partition. Konkret gibt das für den (allerdings sehr wahrscheinlichen) Fall, dass die betreffende Partition eine Größe von 512-2100MB hat, denn dort würde Fat16 Cluster von 8-32KB einsetzen (s.auch Tabelle), Fat32 hingegen ein feste Größe von 4KB-Clustern. Aufgrund des hohen Sicherheitskonzeptes und der zusätzlichen Features, die mit einem noch höheren Verwaltungsaufwand verbunden sind ist das NTFS-Dateisystem (egal ob NTFS 4 oder 5) bei gleichen Voraussetzungen langsamer als beide Fat-Dateisysteme.

Nachteile: Abgesehen von den unter "Vorteile" beschriebenen Tatsachen, bietet das (veraltete) Fat(16)-Dateisystem nur Nachteile. An erster Stelle ist hier die immense Platzverschwendung zu nennen, die zuminstest beim Einsatz von Partitionen mit heutzutage üblichen Standartgrößen von 1-2GB auftreten. Dort beträgt die feste Clustergröße (s. Tabelle) ja 32KB. Solch ein Cluster wird aber IMMER komplett belegt, selbst wenn die entsprechende Datei, die dort abgelegt wird, beispielsweise lediglich 4KB einnehmen würde. Der übrige Platz geht also verloren. Und es gibt i.d.R. sehr viele derart kleine Dateien. Ein weiterer Nachteil könnte die - aufgrund der begrenzten Anzahl an Clustern - auf maximal 2.1GB limitierte Partitionsgröße sein. Will man die komplette Kapazität einer größeren Festplatte (z.B. 10GB) nutzen, dann ist man auf jeden Fall gezwungen, diese in mehrere Partitionen zu unterteilen. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass Fat (genau wie dessen verbesserter/weiterentwickelter Nachfolger Fat32) im Gegensatz zu Windows-NT (4 und 5, alias Windows2000) keinerlei Sicherheitskonzept (Verzeichnisse/Laufwerke sperren, Ordner verschlüsseln) bietet. Daran lässt sich unter Win9x natürlich eh nichts ändern, da das NTFS-Dateisystem bislang unter diesen Betriebssystemen nicht nutzbar ist.

Fazit: Fat(16) ist veraltet und sollte außer in den unter "Vorteile" genannten Ausnahmesituationen, also in Fällen von Multibootkonfigurationen mit z.B. Win95,98 und NT-4 oder Win2000, wo es auf höchste Kompatibilität ankommt und viel Datenaustausch zwischen den OS angesagt ist ,ohne dass externe Programme zur Verfügung stehen, eigentlich nur noch auf alten, langsamen Win9x- Rechnern mit kleinen Festplatten eingesetzt werden, da es hier ggf. Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Fat32 hat. Unter Windows NT (egal ob 4 oder 5/Windows2000) sollte es wenn es sich irgendwie umgehen lässt, wirklich nur in (genannten) Ausnahmesituationen eingesetzt werden, da ansonsten vor allem viele der Sicherheitsfeatures verloren gehen, die das Konzept dieser Betriebssysteme ausmachen. (NT mit Fat/32 steht sicherheitstechnisch kaum besser da, als Win9x)

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Alt 27.03.2006, 13:30   #2
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Standard Fat32-Dateisystem

Fat32-Dateisystem:

Definition: File Allocation Table (dt. Datei-Zuordnungs-Tabelle), die Zahl 32 steht für 32Bit-Datenbreite(Cluster, s.u.)

Zuordnung: Fat32 ist eine Weiterentwicklung/verbesserte Variante des von Windows 95(a, also der allerersten Ausgabe dieses Betriebssystems) bekannten Fat(16)-Dateisystems, dessen Datenbreite nun von 16 auf 32Bit erweitert wurde. Dieses Dateisystem steht seit dem sogenannten OSR-2 von Windows 95 (besser bekannt als Windows 95B) zur Verfügung und ist seitdem aufgrund seiner Vorteile (s.u.) auch zum allgemein bevorzugten Standard bei den nachfolgenden Betriebssystemen/Betriebssystemvarianten geworden (Windows 95C, Windows98, Windows98SE, Windows Me bzw. Millennium). Selbst Windows2000 kann neuerdings problemlos mit Fat32 (und auch Fat16) umgehen und lässt sich alternativ (zu NTFS5, siehe dazu unter der entsprechenden Rubrik) sogar auf Basis dieses Dateisystems installieren, wovon allerdings bis auf ganz wenige Ausnahmefälle dringend abzuraten ist, weil damit fast sämtliche Vorteile der NT-Betriebsysteme (NT-3.5/4 sowie NT-5 alias Windows2000) automatisch verloren gehen. Das betrifft vor allem den bei NT im Vordergrund stehenden Sicherheitsaspekt, womit sowohl die Datensicherheit selbst (Stichwort: Vorbeugung vor Datenverlust, Schutz/Abschottung von Daten vor Unbefugten) als auch die Sicherheit im Netzwerk/Internet gemeint ist. Dazu aber mehr unter den entsprechenden Rubriken für das NTFS/5-Dateisystem und auch auf den Seiten zur Installation von Windows2000 auf dieser Page.

Technisches: Da Microsoft bei Fat32 - wie oben bereits erwähnt - die Datenbreite von 16 auf 32Bit erweitert hat, bedeutet dies, dass nicht mehr nur 216 = 65.536 Einträge für die File Allocation Table (Datei-Zuordnungstabelle) zur Verfügung stehen, was unter Fat16 zu einer Begrenzung der Partitionsgrösse auf max. 2,1GB geführt hat und bei derartigen Partitionsgrössen aufgrund der grossen Cluster (s.a. Fat16-Dateisystem) gleichzeitig eine ausgesprochene Platzverschwendung mit sich brachte, sondern dass nun entsprechend 232 = 4.294.967.296 Einträge enthalten sein können, was einer theoretischen maximalen Partitionsgrösse von 2 Tetrabyte entspricht. Bei solchen Partitionen wären die Cluster dann - wie bei den 1-2,1GB-Partitionen unter Fat16 - wieder 32KB gross, also mit den gleichen Nachteilen behaftet. Abgesehen davon, dass noch lange keine Festplatten in Sicht sind, die auch nur annähernd solche Kapazitäten bieten und auch andere Begrenzungen derartige Partitionen z.Z. verhindern, stellt sich natürlich auch die Frage, wie sinnvoll eine Partitionierung dieser Art bei den heutigen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten dieser Medien wäre. (Stichwort: Defragmentierung, Virenscan und allgemein Verwaltung)

Vorteile: Gegenüber dem älteren Fat16 (unter Win95B/C und Win98/SE ist es alternativ noch immer verfügbar und NT-3,5 und 4 können NUR mit dieser Fat umgehen) bietet Fat32 erst mal zwei grundsätzliche Vorteile: Erstens ist durch die (unter "Technisches" beschriebene) Erweiterung der Datenbreite auf 32Bit nun die Möglichkeit gegeben, wesentlich grössere Partitionen, wie z.B. 4,6,8,10...GB, zu verwenden als unter Fat16. Und zweitens verwendet Fat32 bei derartigen Partitionen nun gleichzeitig wesentlich kleiner Cluster von 4KB. Dadurch wird der Festplattenspeicher wesentlich effizienter genutzt, als unter Fat16 (mit 32KB), da der "Verschnitt" wesentlich kleiner ist. "Verschnitt" entsteht dadurch, dass sehr kleine Dateien von z.B. 1KB mindestens immer ein Cluster (die kleinste Einheit) belegen. Das Verhältnis fällt bei kleineren Clustern natürlich entsprechend günstiger aus (s. auch Rubrik "Fat16-Dateisystem"). Eine Sonderstellung nimmt Fat32 als alternatives Dateisystem unter Windows2000 ein: Da der Verwaltungsaufwand hier um einiges geringer ist, als unter NTFS/5 (s. auch Rubrik NTFS/5-Dateisystem), das aufgrund des hohen Anspruchs an die Daten und Systemsicherheit wesentlich mehr leistet, ist Fat32 auch grundsätzlich schneller. Wie stark sich das auswirkt, ist letztendlich aber genauso wie beim entsprechenden Vergleich zwischen Fat16 und Fat32 von der Performance des Systems und der allgemeinen Konfiguration abhängig. Für User mit einem eher langsamen System, die den NT-typischen Sicherheitsaspekt keine Rolle spielt, könnte es u.U. eine Alternative sein, Windows2000 auf Basis von Fat32 zu installieren. Dasselbe gilt dann, wenn man (ohne zusätzliche Programme von Aussen, wie z.B. "NTFS for Win98") totale Kompatibilität zu einem parallel installierten Windows 95/98/Me braucht. Da diese Dos-basierten Betriebssysteme normalerweise weder lesend noch schreibend auf NTFS(5)-Partitionen zugreifen können, bietet auch hier ein Windows2000 auf Fat32-Basis eine Alternative. Allerdings eine sehr schlechte, denn sämtlich Sicherheitsfeatures, die NT zu einem Grossteil ausmachen, sind dann nicht (mehr) verfügbar (s. auch Rubrik "NTFS/5-Dateisystem"

Nachteile: Fat32 arbeitet im Gegensatz zu Fat16 standardmässig mit 4KB großen Clustern. Das Betriebssystem hat also unter Fat32 (bei gleicher Partitionsgrösse einer entsprechenden Fat16 formatierten Platte) wesentlich mehr Cluster zu verwalten. Die File Allocation Table wird wesentlich grösser, was zu langsameren Zugriffszeiten auf die einzelnen Dateien führt. Diese sind bis zu einem Viertel langsamer, als Fat-16 Partitionen gleicher Grösse. Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass dies eher für ältere, langsamere Systeme gilt und diese Unterschiede mit zunehmender Systemperformance (schnellere Prozessoren, Controller, Festplatten, Speicher) immer unbedeutender werden. Zu Zeiten, als mit Windows 95 OSR-2 erstmals Fat32 verfügbar wurde, bis zum Erscheinen von Windows 98, wurde immer vor einer Umstellung/Umwandlung von Fat(16) auf Fat32 gewarnt, mit der Begründung, dass das angekündigte NT-5 (das mittlerweile ja als Windows2000 veröffentlich wurde) als ultimativer Nachfolger sowohl von NT-4, als auch Windows 98 (auch das ist mittlerweile - jedenfalls offiziell - überholt) könne, wie sein Vorgänger NT-4, nicht damit umgehen. Sowohl Windows2000 (als direkter NT-4 Nachfolger) als auch Windows Me (als direkter Windows 98/SE Nachfolger) sind aber mittlerweile bzw. immer noch vollständig kompatibel zu diesem Filesystem, so dass dieser Punkt völlig entkräftet wurde.

Fazit: Abgesehen von den (aufgrund des höheren Verwaltungsaufwandes durch die grössere Zahl an Clustern) bei langsameren Systemen im Vergleich zu entsprechenden Fat(16)-Partitionen gegebenen Geschwindigkeitsnachteilen, ist Fat32 auf den allermeisten modernen Windows 98/SE/Me - Rechnern, das beste/günstigste Dateisystem, vor allem wegen der effizienteren Nutzung des Festplattenspeichers, aber auch, wenn man größere Partitionen als 2.1GB nutzen will/muss (z.B. für Videoschnitt o.ä). Als Alternative zu NTFS(5) unter Windows2000 (gemeint ist die Systempartition, also diejenige, auf der das Betriebssystem selbst liegt) ist es wirklich nur in den oben genannten Ausnahmefällen zu empfehlen. Diejenigen, die z.B. Windows 2000 und Windows 98/Me parallel nutzen, können sich problemlos ein gemischtes System mit vielen (beiden Betriebssystemen zugänglichen) Fat32-Partitionen aufbauen, auf denen dann (von den jeweiligen Systempartitionen unabhängig) Daten oder sogar Programme liegen, auf die beide Betriebssysteme problemlos Zugriff haben.

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Alt 27.03.2006, 13:31   #3
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Standard NTFS-Dateisystem

NTFS-Dateisystem

Definition: NTFS steht für "New-Technologie-File-System". (Analog zum Betriebssystem Windows NT.)

Zuordnung: Da Windows NT für den Professionellen Einsatz entwickelt/konzipiert worden ist, war es aufgrund der der völlig mangelhaften Eignung und der Nachteile von Fat (s. auch Rubrik Fat16 und Fat32) unabdingbar ein neues, modernes und adäquates Dateisystem für dieses (damals) neue Betriebssystem zu entwickeln, das diesen Ansprüchen gerecht wird. (s. unter "Vorteile") Herausgekommen ist das NTFS-Dateisystem, das nicht mehr (wie das Fat - Dateisystem) auf Dos aufsetzt und dazu (zumindest ohne Zusatztools wie "Dos for NTFS") sogar darauf basieren, lassen sich diese nicht auf einer NTFS-Partition installieren. NTFS (wie auch sein Nachfolger NTFS5 von Windows2000, mehr in der entsprechenden Rubrik) läuft also nur als Grundlage unter einem NT-basierten Betriebssystem wie Windows NT3.5/4 oder dem Nachfolger Windows2000 (NT-5)

Technisches: Im Gegensatz zu Fat (216 = 65.536 Cluster, 16bittige Datenbreite) oder Fat32 (232 = 4.294.967.296 Cluster) basiert NTFS auf 64bit Datenbreite ( Achtung: Windows NT und Windows2000 selbst basieren allerdings nur auf 32bit, das darf nicht verwechselt werden!!!) was 264 = 16x1018 Clustern entspricht. Daraus ergeben sich real Partitionen von bis zu 2 TB (Tetrabyte!) , theoretisch sogar bis zu 16 EB (ist momentan wegen anderer Einschränkungen nicht machbar, außerdem sind ja bekanntlich nicht mal auch nur annähernd Festplatten von besagten 2TB-Größe in Sicht. Die Standartgröße je Cluster beträgt wie bei Fat32 4KB.(bei einer 4GB großen Partition) Bei Partitionen von bis zu 1.2GB beträgt die Clustergröße gar nur 2KB!! NTFS bedient sich (gegenüber Fat) einem besonderem und verbesserten Indexsystem namens MFT (Master-File-Table) Dieses bürgt für einen besonders sicheren Umgang mit sämtlichen auf der jeweiligen Partition (die MFT befindet sich auf jeder Partition) befindlichen Dateien, was sowohl die Wiederherstellung/Datenrettungs- Möglichkeiten, als auch die sicherheitstechnischen Aspekte (Stichwort: Administration) betrifft. nur bestimmte

Vorteile:Windows NT ist - wie bereits angedeutet - ganz im Gegensatz zur Windows 9x/Me -Reihe ein für den professionellen Einsatz in Netzwerken, auf Business-Workstations, oder/und als Server konzipiertes und optimiertes Betriebssystem. Der Sicherheits- und Datenschutzaspekt nimmt deshalb für diese Bereiche eine entscheidende Rolle ein. NTFS ist hierfür ausgelegt, da es von einem Systemadministrator (also einer bestimmten, mit der Verwaltung betrauten Person mit allen Zugriffsrechten) so konfiguriert werden kann, dass andere, nicht- oder nur eingeschränkt befugte Benutzer (egal ob im Netzwerk oder lokal am konkreten Rechner) nur auf bestimmte, vom Administrator für diese Personen freigegebenen Daten (dabei kann es sich um Daten, Programme oder sogar Einstellungs-Konfigurationsmöglichkeiten handeln, oder auch den Zugriff auf bestimmte Hardware, wie Drucker etc.) Zugriff erhalten. Daten können also bei Bedarf abgeschottet werden. NTFS ist außerdem in der Lage, beschädigte Sektoren (auch ein nicht so seltener Grund für Datenverluste mit verheerenden Folgen) frühzeitig zu erkennen und die dort befindlichen Daten rechtzeitig von dort in unbeschädigte Sektoren zu verschieben. Die Fehlerbehebung auf Dateiebene Check-Disk (chkdsk) arbeitet wesentlich zuverlässiger , als die entsprechende Funktion unter Windows9x/Me (Scan Disk) Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen, dass NTFS sämtliche Änderungen an Dateien sowie Verzeichnissen speichert/protokolliert. Dadurch könne diese bei Bedarf leicht rückgängig gemacht werden. Weiterhin bietet das NTFS-Dateisystem z.B. die Möglichkeit eines sog. Software - Raid. (Zusammenschalten mehrerer physikalischer Festplatten zu einer einzigen: Aus Sicherheits- oder/und Geschwindigkeitsgründen. Stichwort: Spiegeln) Da diese Methode jedoch (im Software-Modus) sehr viel Performance kostet, ist davon eher abzuraten. (Raid per Hardware ist wesentlich besser: S. auch entsprechende Rubriken)

Nachteile: Wie bereits erwähnt lassen sich auf Basis von NTFS nur Windows NT-basierte Betriebssysteme installieren. Windows 9x/Me benötigt dringend den Dos -Unterbau, damit kann NTFS jedoch nichts anfangen. (nicht kompatibel) Aufgrund des Sicherheitskonzeptes (Sichern/Protokollieren) ist NTFS etwas langsamer als die Fat-Dateisysteme. Wie stark sich das auswirkt, ist jedoch von der jeweiligen Systemperformance albhängig (Festplatten, Prozessor etc.)

Fazit: NTFS ist verglichen mit dem veralteten Fat16 und der weiterentwickelten Fat32-Variante, die beide noch starke Dos - Bezüge haben (müssen) ein modernes/fortschrittliches/zukunftsträchtiges und weiter ausbaufähiges Dateisystem und wird in nächster Zukunft mit Sicherheit auch als Basis eines gemeinsamen Nachfolgers der Windows NT und Windows 9x/Me - Reihe herangezogen (zumindest als Alternative zu Fat32 oder Fat64???*g*)

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Alt 27.03.2006, 13:32   #4
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Standard NTFS5 Dateisystem

NTFS5 Dateisystem

Definition: NTFS steht für "New-Technologie-File-System".(Analog zum Betriebssystem Windows NT.) Die Zahl 5 steht nicht etwas - wie zu vermuten wäre - für Version 5 dieses Dateisystems, sondern signalisiert die Zugehörigkeit zu Windows NT-5, das mittlerweile allerdings viel besser unter der Bezeichnung Windows2000 bekannt ist und auch unter diesem Namen verkauft wird.

Zuordnung: NTFS5 ist das Dateisystem von Windows2000 (alias NT-5) und zu keinem anderen/früheren Windows-Betriebssystem - auch nicht NT-4, trotz der starken Verwandtschaft (s.u.) - kompatibel. Es lässt sich also AUSSCHLIEßLICH unter Windows2000 nutzen.

Technisches: Bei NTFS5 handelt es sich genau genommen lediglich um eine - allerdings um sehr interessante/wichtige Features - ergänzte, verfeinerte, erweiterte Version des direkten Vorgängers NTFS(4) des Betriebsystems Windows NT4. Aus technischer Sicht hat sich hier gegenüber letztgenanntem Dateisystem rein gar nichts verändert, weshalb ich an dieser Stelle auf die entsprechende Rubrik verweise (NTFS-Dateisystem)

Vorteile: Wie bereits unter "Technisches" erwähnt hat NTFS5 gegenüber seinem direkten Vorgänger NTFS(4) von Windows NT 4 einige höchst interessante neue Features spendiert bekommen, die an dieser Stelle einmal aufgeführt und beschrieben werden sollen:

Datenverschlüsselung: Das Dateisystem erlaubt dynamische Echtzeitverschlüsselung. Dies kann beliebig auf Basis von einzelnen Dateien, Ordnern/Verzeichnissen oder sogar ganzer Partitionen stattfinden. Nachdem die Daten auf dieser Grundlage verschlüsselt wurden, erhalten Unbefugte, falls sie trotzdem auf irgendeinem Wege Zugriff auf selbige erhalten sollten, nur noch unbrauchbaren Datenmüll. Die Datenverschlüsselung bildet also eine weitere Instanz um sensibles "Material" vor Unbefugten zu schützen/abzuschotten. Das kann besonders im Server-/ E- Comerce- Bereich oder auch im allgemeinen Netzwerkbetrieb von entscheidender Bedeutung für die Datensicherheit sein. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es nach der Datenverschlüsselung zu Problemen mit Defragmentierungsprogrammen wie O&O- Defrag oder Diskeeper kommen kann, die beim Auffinden verschlüsselter Dateien, Ordner oder Partitionen möglicherweise ihren Dienst verweigern. Besonders auf die Systempartition (diejenige wo das Betriebssystem selbst liegt) sollte diese Funktion deshalb nicht angewendet werden.
Datenkompression: Das "neue" Dateisystem unterstützt dynamische Datenkompression. Um Platz zu sparen können einzelne Dateien, Ordner/Verzeichnisse oder wiederum ganze Partitionen dynamisch komprimiert werden. Das heißt, dass es z.B. auch möglich ist, einen komprimierten Ordner anzulegen, der dieses Attribut automatisch an später dort abgelegte Dateien überträgt. (vererbt) Dieses Verfahren sollte genau wie die dynamische Datenverschlüsselung NICHT auf Systemdateien (oder allgemein das Betriebssystem selbst) angewendet werden, da es hier ansonsten - insbesondere auf langsameren Systemen (Festplatten, CPU...) zu sehr zähem/trägen Verhalten bei Dateioperationen (Ordner öffnen, verschieben, kopieren etc.) kommen kann. Wer dieses Verhalten bereits nach der Installation von Windows2000 beobachtet der sollte sich einmal die Rubrik "Dekomprimieren der Systempartition" genauer ansehen, um das zu ändern. Bei schnelleren Systemen dürfte dieser Aspekt jedoch zunehmend an Bedeutung verlieren.

Kontingente/Diskquotas: Kontingente - in der Unix-Welt seit langem besser bekannt als Diskquotas - erlauben dem Systemverwalter (Administrator) den für die einzelnen Benutzer zur Verfügung stehenden Festplattenspeicher (sinnvoll) einzuteilen bzw. zu beschränken um z.B. Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Diese Funktion kann natürlich sowohl auf lokaler Ebene, als auch in einem Netzwerk genutzt werden.
Mounten von Laufwerken: Ermöglicht es z.B., Daten auch dann noch "scheinbar" auf einer Partition/Datenträger abzulegen, wenn dieser bereits voll ist. Das kann entweder möglich werden, indem die Kapazität des besagten "vollen" Datenträger/Partition einfach dadurch vergrößert wird, dass man ihm/ihr ein neues Laufwerk bzw. eine neue physikalische Festplatte hinzufügt und die Kapazität auf diese Art und Weise wieder vergrößert. Die beiden Laufwerke erscheinen dem Benutzer dann als ein einziges. Die zweite Möglichkeit besteht darin, bestimmte Verzeichnisse auf dem "vollen" Datenträger einem anderen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen. Es sieht dann so aus, als wenn besagter Ordner sich noch immer auf der vollen Partition befindet, obwohl das gar nicht der Fall ist.
Genau wie unter NTFS(4) gilt auch für die neue Version dieses Dateisystems - NTFS(5) - daß die Defragmentierung eines Datenträgers bzw. einer Partition bei sonst gleichen Bedingungen (Größe, Geschwindigkeit des Datenträgers) hier um ein Vielfaches schneller vonstatten geht, als unter Windows 9x mit Fat16 oder Fat32, vorausgesetzt man benutzt ein gutes Defragmentierungsprogramm, wie z.B. O&O- Defrag. So dauert das Defragmentieren einer ca 2GB großen NTFS(5)-Systempartiton mit Windows2000 (mittlerer Fragmentierungsrate) i.d.R. wenige Minuten, während der gleiche Vorgang unter Windows9x schon mal locker eine Stunde in Anspruch nehmen kann, mal ganz abgesehen davon daß man hier - im Gegensatz zu Windows2000 - wegen der schlechten Multitaskingfähigkeit/Trennung der Prozesse nicht anders nebenbei mehr machen kann. Geschwindigkeitstechnisch hat der neue, in Windows Me (Millennium) integrierte Standartdefragmentierer hier gegenüber den Betriebsystem- Vorgängern der Windows9x-Reihe zwar offensichtlich stark zugelegt, aber auch bei diesem Vergleich offenbaren sich noch immer Welten, zwischen den Dateisystemen.

Nachteile: Für NTFS5 gelten grundsätzlich die gleichen Einschränkungen, wie für NTFS(4) von Windows NT 3.5 und 4.0, weshalb ich auf die entsprechende Rubrik ("NTFS-Dateisystem") verweisen möchte. Was hinzukommt, ist die Inkompatibilität zu Windows NT-4, was weiter oben bereits erwähnt wurde.

Gegenüber anders lautenden Aussagen fragmentieren, mit NTFS(5) formatierte Partitionen/Datenträger i.d.R. schneller, als entsprechend mit Fat/32 Formatierte unter Win 9x/Me. Das ist aber insofern nicht weiter tragisch, dass sie sich gegenüber diesen Betriebssystemen auch wieder um ein Vielfaches schneller defragmentieren lassen (s.o.) und dieser Vorgang hier - aufgrund der viel besseren Multitaskingfähigkeit von Windows2000 - auch ohne große Probleme im Hintergrund ablaufen kann, während man weiterarbeitet. Mit NTFS(5) formatierte Datenträger/Partitionen sollten aus diesem Grunde aber sehr regelmäßig defragmentieren werden (am Besten täglich) um starke Performance-Einbrüche zu vermeiden, die bereits bei relativ schwacher Fragmentierungsrate auftreten können. (Wenn die Platte sehr viel am "rödeln" ist, sollte dem User das zu denken geben)

Es ist außerdem leider nicht möglich, Bereiche (Dateien/Ordner/ganze Partitionen) die verschlüsselt wurden, zusätzlich noch dynamisch zu komprimieren oder umgekehrt komprimierte Daten zusätzlich zu verschlüsseln. Diese beiden Features schließen sich gegenseitig aus.

Fazit: NTFS5 ist durch die sinnvollen und praktischen Erweiterungen ohne Zweifel das fortschrittlichste und am weitesten entwickelte aller Windows-Dateisysteme. Die Sicherheit und Ökonomie wurde durch den Ergänzung der neuen Features gegenüber NT4 noch gesteigert, die Verwaltung durch sie z.T. vereinfacht. Nicht grundlos ist NTFS5 das Standartdateisystem des momentan (und auch in näherer Zukunft) leistungsfähigsten Microsoft-Betriebssystems, Windows2000. Natürlich lässt sich dieses Betriebssystem genauso problemlos auf Basis von Fat32 installieren (und ist damit auf langsameren Rechnern sogar noch etwas schneller), aber wer Sicherheit (Datensicherheit/Schutz vor unbefugten Fremdzugriffen) besonders im Netzwerk braucht, für den ist es geradezu Pflicht.


Geändert von Rupps. (05.04.2006 um 08:38 Uhr).
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