Da Windows 2000 jetzt auch FAT32 unterstützt, kann es nun ohne Probleme parallel zu einer vorhandenen Windows 98 Installation installiert werden. Das Setup erkennt dabei automatisch das andere Betriebssystem und bindet es auch selbständig in das Win 2000 Bootmenü mit ein.
Vorsicht ist geboten, wenn auf dem Rechner schon ein Windows NT installiert ist, welches auch noch weiterhin erhalten bleiben soll. Es sollte vorher sichergestellt sein, das mindestens Service Pack 4 auf dem System installiert ist, erst ab diesen Service Pack ist NT 4.0 in der Lage auch mit NTFS5 umzugehen. Da Win 2000 bei der Installation gnadenlos alle gefundenen NTFS-Partitionen nach NTFS5 umwandelt, würde NT 4.0 ohne Service Pack 4 nicht mehr starten. Sollte dies trotzdem passieren, starten Sie Win 2000 und kopieren die Datei NTFS4.SYS aus dem I386-Verzeichnis der Win 2000 CD in das entsprechende Verzeichnis der NT 4.0 Partition als NTFS.SYS. Auch kann nachträglich kein NT 4.0 mehr auf diesen Partitionen installiert werden, da NT ohne Service Pack ja noch nicht mit diesen Dateisystem umgehen kann. Das Kopieren der Installationsdateien auf die Festplatte und das Ersetzen der entsprechenden Dateien mit dem Service Pack 4 führt aber auch hier zum gewünschten Erfolg, aber wer will schon wieder NT 4.0 installieren, wenn er einmal Win 2000 gesehen hat ?
Die Installation kann über die bootfähige CD gestartet werden, oder das Setup wird von den Bootdiskette (4 Stück) gestartet. Alternative dazu kann man auch das Installationsverzeichnis auf die Festplatte kopieren und die Installation mit WINNT.EXE starten.
Die Möglichkeit, die Bootdisketten über WINNT bzw. WINNT32 erstellen zu lassen, ist nicht mehr möglich. Dafür gibt es jetzt auf der CD ein Verzeichnis "BOOTDISK" in dem sich zwei EXE-Dateien befinden.
MAKEBOOT.EXE für DOS
MAKEBT32.EXE für NT
Starten Sie die jeweilige Datei und NT erstellt anhand der IMG-Dateien 4 Bootdisketten.
Sollte die Installation nicht über die Bootdisketten bzw. bootbare CD durchgeführt werden, sondern die CD auf die Festplatte (Server) kopieren und dann die Installation von dort gestartet werden, muss man sich an neuen Parameter für den Aufruf der Installation gewöhnen. Gestartet wird die Installation immer noch über die Datei WINNT.EXE bzw. unter NT mit WINNT32.EXE die Parameter haben sich aber geändert.
winnt32 [/s:Quellpfad] [/tempdrive:Laufwerk] [/unattend[Zahl]:[Antwortdatei]] [/copydir:Ordner] [/copysource:Ordner] [/cmd:Befehlszeile] [/debug[Ebene]:[Datei]] [/udf:ID[,UDF-Datei]] [/syspart:Laufwerk] [/checkupgradeonly] [/cmdcons] [/m:Ordner] [0/makelocalsource] [/noreboot]
Parameter - Beschreibung
/checkupgradeonly - Überprüft, ob es bei einen Upgrade (WIN98, WINNT usw.) zu Problemen kommen kann. Es wird bei NT eine LOG-Datei WINNT32.LOG bzw. bei Windows 95/98 eine Datei UPGRADE.TXT erstellt, wo Sie dann nachlesen können, ob es zu Problemen kommen kann. Es wird keine Installation von NT durchgeführt.
/CMD:[Command_Line] - Weist Setup an, vor der Schlussphase von Setup einen bestimmten Befehl auszuführen. Dieser Zeitpunkt liegt nach dem zweimaligen Neustarten des Computers und nachdem Setup die erforderlichen Konfigurationsdaten gesammelt hat, jedoch vor Abschluss von Setup.
/makelocalsource - Kopiert die Quelldateien auf die lokale Festplatte.
/syspart:[Laufwerk] - Kopiert die Startdateien auf die lokale Festplatte. Dieser Parameter muss immer im Zusammenhang von /tempdrive verwendet werden.
/unattend - Macht ein Update von einer vorherigen Windows 2000 Installation. Alle Benutzereingaben werden von der vorhandenen Installation verwendet.
/unattend[Ziet]:[Antwortdatei] - Die Installation wird ohne Benutzereingaben durchgeführt. Alle Angaben werden aus der Datei geholt. Der Parameter [Zeit] gibt an, wie lange NT nach dem Dateikopieren und dem Reboot warten soll.
/tempdrive:[Laufwerk] - Laufwerk, auf dem temporäre Dateien abgelegt werden sollen und das Windows auf diesen Laufwerk installiert werden soll.
/s:[sourcepath] - Legt das Laufwerk fest, auf dem sich die Quelldateien befinden. Sie können auch mehrere "/s" Schalter für unterschiedliche Server angeben, der erste Server muss aber immer zur Verfügung stehen.
/cmdcons: - Fügt dem Installationsbildschirm eine Reparaturfunktion für die durchgeführte Installation hinzu.
/copydir:[Verzeichnisname] - Damit können Sie ein Verzeichnis hinzufügen, das in Windows 2000 nicht vorhanden ist. Dieses Verzeichnis wird unter dem Windows-Verzeichnis angelegt (z.B.: C:WINNTTESTOrdner)
/debug[Level-NR][:Dateiname] - Erstellt ein Fehlerprotokoll mit den angegebenen Dateinamen. Werden keine Parameter angegeben, wird das Log als C:WINNT32.LOG als Level 2 erstellt. Die Level bestimmen, wie ausführlich das Protokoll sein soll:
Level 0: schwerwiegende Fehler
Level 1: Fehler
Level 2: Warnungen
Level 3: Informationen
Level 4: Ausführliche Informationen
/m:[Verzeichnisname] - Legt fest, das Treiber erst aus diesen Verzeichnis installiert werden sollen. Werden Treiber in diesem Verzeichnis für die Hardware gefunden, haben Sie die Möglichkeit, diese Treiber zu verwenden.
/noreboot: - Es wird kein Neustart durchgeführt, wenn WINNT das Kopieren beendet hat. Sie haben die Möglichkeit, noch weitere Aktionen durchzuführen.
/udf:id[,UDF_file] - Erweitere Antwortdatei. Diese Datei wird zusätzlich zur Unattend-Antwortdatei benutzt. Alle Einstellungen in dieser Datei setzten gleiche Einstellungen in der Unattend-Datei ausser Kraft.
/copysource:Ordner - Erstellt wie "copydir" einen zusätzlichen Ordner. Dieser wird aber nach der Installation automatisch wieder gelöscht.







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