Wer von einem anderen Betriebssystem auf Windows-XP wechselt und ein Notebook mit Stromspar-Technologie verwendet, wird sich über das Fehlen der Registerkarte für die Verwaltung des Stromspar-Modus wundern. Auch Notebook-Einsteiger reagieren oft irritiert: Unter XP ist auf Anhieb keine Möglichkeit erkennbar, einen Speedstep- oder Power-Now-Prozessor auf volle Leistung, sparsamen Modus bei geringer Geschwindigkeit oder automatische Anpassung zu setzen.
Stattdessen verwendet Windows-XP allein die allgemeinen Energieschemata. Dies ist aus der Registerkarte nicht erkennbar! Man erreicht die Registerkarte durch Rechtsklick auf den Desktop, Auswahl Eigenschaften. Dann auf der Registerkarte Bildschirmschoner die Energieverwaltung wählen. Die nun automatisch öffnende Karte "Energieschemas" scheint nur bestimmt Zeitintervalle zu verwalten, nach denen etwa Monitor und Festplatte ausgeschaltet werden. In Wirklichkeit beeinflusst die gewählte Option eben auch den Stromsparmodus. Wer sein Notebook gerade zuhause am Stromnetz betreibt, sollte hier die Einstellung "Desktop" wählen, um zu jeder Zeit die volle Prozessorleitung zur Verfügung zu haben. Wie lässt sich überprüfen, mit welcher Geschwindigkeit der Prozessor tatsächlich arbeitet? Intel stellt dazu eine eigene Utility bereit. Wer einen Speedstep-Prozessor im Notebook hat, kann mit der Processor Frequency ID Utility den Takt prüfen. Für andere Stromspar-Chips wie Mobile-Athlon-CPUs mit Power-Now-Technologie oder Transmetas Crusoe-Prozessoren gibt es keine speziellen Utilities, aber die aktuelle Version von WCPUID oder Sisofts Sandra-Benchmark ermitteln Taktraten ebenso zuverlässig. Sollte die Verwaltung der Stromsparfunktion unter XP auch nach Überprüfung mit diesen Tools nicht korrekt funktionieren, ist vermutlich ein neuer Treiber vonnöten. Starten Sie ein Windows-Update. Mit etwas Glück gibt es eine neue Version. Besitzer älterer Notebooks sollten derzeit noch nicht auf Windows XP umsteigen, wenn es sich vermeiden lässt. Treiber für Notebook-Komponenten lassen nach Erscheinen eines neuen Betriebssystems meist länger auf sich warten als Desktop-Bauteile. Dies gilt für Laufwerke noch viel mehr als für Prozessoren.
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