Wardriving bedeutet das Aufspüren und Kartografieren von so genannten Access Points, also kabellosen Netzwerken, wie sie mittlerweile auf der ganzen Welt sowohl bei Unternehmen, wie auch bei Privatanwendern immer größere Verbreitung finden. Diese Definition wurde erstmals zwischen den Jahren 1999 und 2000 in den USA geprägt, als einige Leute anfingen mit einem Laptop und einem WLAN Adapter nach eben diesen Netzwerken in ihrer Nähe zu suchen, um sie dann - damals noch per Hand - mit einem Stift auf eine Straßenkarte zu bannen.
Heute ist es möglich, gefundene Access Points direkt digital mit Hilfe eines GPS Empfängers und entsprechender Software in einer Karte zu verzeichnen und so diese Access Points zu sammeln. Interessant ist dabei zu sehen wie weit verbreitet WLAN mittlerweile in den Städten und Dörfern ist, und in welchem Maße die Verbreitung zunimmt.
Die Motivation eines Wardrivers ist in erster Linie die Technologie und wahrscheinlich auch ein gutes Stück Jägerinstinkt, der ihn auf seinen Fahrten begleitet. Selbstgebaute Antennen in Aktion zu erleben und zu sehen, dass sein Werk wirklich funktioniert, lässt das Herz höher schlagen und motiviert die Community das gemeinsame Hobby immer weiter auf das nächste Level zu tragen. Mittlerweile sind so genannte Warflights nichts Außergewöhnliches mehr. Dabei werden ganze Flugzeuge wardrivergerecht hergerichtet, um möglichst effektiv Karten zu erstellen. Auch Warboating wurde schon beschrieben.
Diese Suche nach WLANs hat also nichts mit dem Ausspähen der Netze oder bösen Absichten zu tun, jedoch ist es durchaus möglich diese Technologie und ihre Schwächen zu missbrauchen. Das dies jedoch gegen die ethischen Grundsätze eines Wardrivers geht, wird häufig außer acht gelassen. So ist es an der Tagesordnung, dass ein Wardriver mit einem kriminellen Netzspion gleichgesetzt wird, der sich rechtlich auf Glatteis bewegt.
/Dem ist jedoch nicht so! /
Wardriving ist ein harmloses Hobby - und um dies aufzuzeigen, wollen wir Aufklärungsarbeit leisten! Zu diesem Zweck nutzen wir den Linuxtag als Plattform um uns mit Gleichgesinnten auszutauschen, dem Laien die Technologie näher zu bringen und das Hobby Wardriving aus dem schlechten Licht zu rücken.
Wir versuchen dies mit Präsentationen, die dem Fachmann und dem Laien gleichermaßen einen hohen Informationsgehalt bieten sollen, zu erreichen. Des weiteren wird es auch die Möglichkeit geben, praktisch tätig zu werden und mehr über die Sicherheit von Access Points zu erfahren. Eine Demonstration unserer Technik vor Ort und ein Film über unser Hobby sollen dann schließlich noch dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Wardriving als das zu zeigen was es ist, ein Hobby, interessant und spannend!
wireless4all - wireless für alle 2. deutsches Wardriver Treffen
Als Rahmenprogramm wird es auf allen Tagen des Linuxtages einen Projektstand von Wireless4all und wardriving-forum.com geben, der eine Plattform für alle WLAN Interessierten und Wardriver schafft.
Wireless4all wird Vorträge zu verschiedenen Themen rund um das Thema Wlan und Wardriving anbieten. Außerdem wird ein Rechtsanwalt über Wardriving und damit verbundene rechtliche Bedenken sprechen. Als Besonderheit wird Christoph Weber, der Co-Autor der Auditor Linux CD, Vorträge halten und eine spezielle Linuxtag Edition seiner Distribution im Gepäck haben. Darüber hinaus gibt es eine große WLAN Antennenshow am Stand und auf dem Vorplatz wird es einen ganz besonderen Wardriving Bus zu sehen geben. Eine weiteres Ereignis wird die Premiere des Wardriving Dokumentarfilmes “Wardriving - The Wireless Revolution” sein, die auf dem Linuxtag stattfindet.
Bei entsprechendem Interesse wird am Samstag ein Wardrive durch Karlsruhe stattfinden. Die Organisation erfolgt spontan, also Augen auf !!
weitere Infos:
http://www.wardriving-forum.com
http://www.wireless4all.de
http://barkas.hellfish-rm.de
Kontakt:
press@wireless4all.de
/Wardriving is not a crime!/