Compaq-HP: Knappe Mehrheit für Fusion
Nach Auszählung von 1,6 Milliarden Stimmen sieht es so aus, als hätten sich die Aktionäre des Computerherstellers HP für dessen Fusion mit dem Konkurrenten Compaq entschieden.
Knapp einen Monat nach der Aktionärsabstimmung zur HP-Compaq-Fusion scheint das Warten auf das Auszählungsergebnis ein Ende zu haben. Nach Berücksichtigung von 1,6 Milliarden Stimmen scheint festzustehen, dass die HP-Aktionäre mit hauchdünner Mehrheit für eine Fusion mit Compaq plädiert haben. Der Vorsprung der Fusionsbefürworter soll amerikanischen Medienberichten zufolge nur 45 Millionen Stimmen betragen haben. Prozentual gesehen entschieden sich 51,4 Prozent der Aktionäre für eine Fusion, 48,6 Prozent dagegen. Nur eine unwesentliche Zahl von Stimmen ist angeblich noch nicht ausgezählt. Damit ist eine der größten Fusionen auf dem IT-Sektor allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Fusionsgegner Walter Hewlett hat den HP-Konzern verklagt und wirft dem Management und Firmenchefin Carly Fiorina vor, mit unlauteren Mitteln Stimmen gekauft zu haben. Speziell geht es um 25 Millionen Anteile. Würden die den Fusionsbefürwortern weggenommen und den Gegnern zugeschlagen, könnten die Mehrheitsverhältnisse kippen. Inzwischen interessieren sich auch amerikanische Behörden für die Vorgänge im Zusammenhang mit der Aktionärsabstimmung. Die Handelskommission hat eine Voruntersuchung eingeleitet.
Quelle: PC-Magazin
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