Es ist und bleibt ein Reizthema: die Rundfunkgebühren.
Nun hat auch noch das Bundesverfassungsgericht Wasser auf die Mühlen der Rundfunkanstalten gegossen. Die im Jahre 2005 durch die Politik verhinderte Maßlosigkeit im Erhöhungsverlangen der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten, wurde nun als verfassungswidrig erklärt.
Ist es auf der einen Seite ja durchaus zu begrüßen, dass der Politik hier keinen Einfluss auf die Nachrichten haben darf, muss man sich jedoch schon lange die Frage stellen, ob die Angebote der öffentlich rechtlichen Sender noch die Bedingungen einer allgemein unabhängigen Information erfüllen.
Ein nicht unwesentlicher Teil der Kosten ensteht ja bekanntlich nicht durch die Nachrichtenberichterstattung, sondern durch die zwangsfinanzierte Unterhaltung.
Da die Rundfunkanstalten ja nun quasi einen Freibrief für ihre Preisgestaltung haben, darf man sich in Zukunft mit Sicherheit auf noch hochbezahltere Show- und Talkmaster, längere Volksmusiksendungen und natürlich auf eine satte Gebührenerhöhung freuen!
Wenn ich dann noch an die Praktiken der GEZ denke, die als Schergen für die Eintreibung (ach nein, die sind ja zimperlich: Erhebung) der Gebühren zuständig sind, kann es einem eigentlich nur übel werden.
Das ganze Elend lässt sich hier nachlesen: http://www.ftd.de/meinung/kommentare...ar/251707.html
Warum soll ich noch GEZ Bezahlen, wenn ich eh nie die Sender laufen hab? Selbst für mein Computer soll ich Zahlen.
Die Härte für mich ist, das für 100 Sender des öffentlichen Rundfunk bezahlen wird, die ich noch nicht mal empfangen kann.
Ich frage mich schon lange warum es die GEZ noch gibt.
Für die Gewerbetreibenden im Musik bereich ist das ja noch viel Schlimmer, sie müssen ja noch GEMA bezahlen, die wird ja auch nicht klein sein....
Natürlich rege ich mich auch über die hohen Gebühren auf, nur kenne ich leider keine wirkliche Alternative!
Denn, sorry an die Privaten, aber die Nachrichten dort haben das Niveau einer großen deutschen Tageszeitung mit 4 Buchstaben, die ich auch nicht wirklich lesen möchte.
Gegen die von allen finanzierte Nachrichtenberichterstattung ist ja auch nix einzuwenden.
Es stellt sich aber durchaus die Frage, ob die Allgemeinheit (besonders natürlich unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklung der Medien) dazu verpflichtet ist, ein Vollprogramm zu finanzieren.
2 Sender die man mit einfacher Zimmerantenne empfangen kann. Und was ist mit den 100 anderen (Teilweise Digitalen) die ich nicht empfange? Die bezahl ich natürlich auch gleich mit.
Man brauch nur mal nach "ARD Sender Liste" zu suchen...
Wenn ich wirklich nur für den öffentlichen Rundfunksender bezahlen könnte ich ich auch empfange, wäre die GEZ gerade mal was bei ein paar Cent.
[..] darf man sich in Zukunft mit Sicherheit auf noch hochbezahltere Show- und Talkmaster, längere Volksmusiksendungen und natürlich auf eine satte Gebührenerhöhung freuen! [..]
Das Problem sehe ich (mal abgesehen von z.B. einem Thomas Gottschalk) nicht in den Mitarbeitern der Sender, sondern von den meist viel zu teuer 'zugekauften' Gästen der Sendungen ... sogenannte Stars.
Als ich seinerzeit mit meiner Frau zusammengezogen bin, wollten die doch partout nicht einsehen, dass wir nun nur noch einmal Gebühren bezahlen werden.
Das ganz eskalierte bis zum gerichtlichen Mahnbescheid seitens der GEZ und einer Strafanzeige wegen des "Versuchs des unbefugten Zutritts" in unsere Wohnung!
Ich denke mal, dass wir in zwei Jahren soviel Gebühren bezahlt haben werden, dass die GEZ damit die Gerichts- und Anwaltskosten wieder heraus hat, die sie seinerzeit aufgebrummt bekommen hat. (Natürlich immer unter der Annahme, dass die GEZ alle unsere Gebühren behalten dürfte.)
Warum sich unsere Politiker noch immer nicht dazu durchringen können, die (aus meiner Sicht notwendigen) Rundfunkgebühren als das anzusehen was sie eigentlich sind, nämlich Abgaben (=Steuern), kann ich nicht nachvollziehen.
Und warum dafür ein (nach meiner Meinung nach völlig überflüssiges) Unternehmen gebraucht wird, das sich nachweislich, mitunter äußerst zweifelhafter Methoden bedient, ist mir noch unverständlicher.