Ich wünsche mir eine Welt... eine Welt, in der Ironie verstanden wird.
Ich denke, der internationale Terrorismus wird stark überschätzt. Natürlich wird ein international gesuchter Top-Terrorist nicht nach Deutschland reisen und hier einen Rechner mit Windows XP aufsetzen, ohne irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen, und dann mit MS Word seine Anschlagspläne ausarbeiten, um sie mit MS Outlook an seine Komplizen zu schicken.
Ein internationaler Top-Terrorist vom Schlag eines Osama bin Ladens wird sich überhaupt nicht in D. blicken lassen, so einfach ist das.
Was sich hier herumtreibt, dass sind entweder drittklassige Befehlsempfänger (die "Hamburger Zelle"), getarnt als unauffällige Studenten oder Schläfer, oder mitlaufende Möchtegern-Terroristen wie diese verhinderten Bahn-Attentäter, oder auch die Attentäter von London.
Solche Zeitgenossen sind natürlich dilettantisch genug, um ungesicherte Computersysteme zu nutzen. Soweit ich weiß, war da noch nie ein Hacker oder IT-Profi dabei. Entweder, sie sind so unsicher, dass sie überhaupt keine Computertechnik nutzen, oder aber sie tun damit nur ganz unauffällige Dinge... ist die Benutzung eines Flugsimulators illegal oder auffällig? Ich denke nicht.
Computerüberwachung gegen Terrorismus ist so gut wie untauglich. Erstens, weil Attentäter nicht rechtzeitig genug identifiziert werden (und auch für eine PC-Durchsuchung ist ein richterlicher Beschluss nötig), zweitens, weil die wirklich interessanten Details und Anschlagsplanungen nur im persönlichen Gespräch ausgearbeitet werden. Und Bombenbauanleitungen findet man nicht nur im Internet, sondern auch in jeder Bibliothek. Natürlich nur kombiniert mit Hirn 2.1, aber ohne das würde ich auch keine detaillierte Bauanleitung befolgen.
Interessanter ist die Überwachung von Foren oder E-Mails, wenn es um das Anwerbeverfahren oder Kontaktaufnahmen mit der Terror-Szene geht. Nur dazu braucht es keine PC-Durchsuchung.