Spyware
Als Spyware wird üblicherweise Software bezeichnet, die persönliche Daten des Benutzers ohne dessen Wissen oder gar Zustimmung an den Hersteller der Software (das sogenannte Call Home) oder an Dritte sendet. Oft wird Spyware verwendet, um Produkte kostenlos anzubieten.
Meist dienen die Spyware-Programme dazu, das Surf-Verhalten im Internet zu analysieren, um diese Daten kommerziell zu nutzen oder um gezielt Werbebanner oder Popups einzublenden, die an die Interessen des Benutzers angepasst sind. Die Firmen erhoffen sich davon eine Steigerung der Wirksamkeit dieser Werbemethoden.
Um Ärger mit Juristen zu umgehen, kennzeichnen viele Computerprogramme mit Anti-Spyware-Funktionen diese Softwarekomponenten als „möglicherweise unerwünschte Software“ (PUS, potentially unwanted software).
Spyware wird häufig von Unternehmen programmiert. Mitunter werden ganze Entwicklungsabteilungen damit beauftragt. Diese Spyware hat demzufolge oft auch ein sehr hohes technisches Niveau. Beispielsweise schützt sich Spyware gegen Löschung dadurch, dass mehrere Prozesse gleichzeitig laufen, die bei Beendigung gleich wieder einen neuen aufmachen und sich selbst kopieren. Auf der Festplatte entziehen sie beispielsweise dem Administrator die Schreib- und damit die Löschberechtigung usw.
Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass Spyware zusätzliche Sicherheitslöcher in einem System erzeugen kann, gegen die es dann auch keine Software-Updates gibt.
Durch diese Verfahren wird es selbst einem technisch versierten User extrem schwer gemacht, sich dieser Spyware zu entledigen. Seit längerem haben sich Antivirensoftware-Hersteller des Problems angenommen und auch Lösungen gegen Spyware entwickelt.
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