Bei Meldeämtern gespeicherten persönlichen Daten im Internet frei zugänglich
Die bei Meldeämtern gespeicherten persönlichen Daten von einer halben Million Einwohnern waren nach einem Bericht des ARD-Fernsehmagazins Report München über Jahre hinweg frei im Internet zugänglich.
Schuld an der Datenpanne sei eine Softwarefirma gewesen, die ihren Fehler erst am vergangenen Freitag korrigiert habe. Das Unternehmen HSH in Ahrensfelde bei Berlin bestätigte zwar, dass Meldedaten unzulässig einsehbar waren, wies aber die Report-Darstellung in Teilen zurück. So seien nur 15 statt 200 Kommunen betroffen gewesen und dies nicht über Jahre, sondern lediglich drei Monate lang.
Von den ahnungslosen Bürgern seien sämtliche Daten einsehbar gewesen - vom Familienstand über das Geburtsdatum bis zur Religionszugehörigkeit, berichtet das Fernsehmagazin. Selbst Passfotos seien abrufbar gewesen. Betroffen waren dem Bericht zufolge vor allem Gemeinden in Bayern und Brandenburg, aber auch in anderen Ländern. Brandenburgs Datenschutzbeauftragte Dagmar Hartge sagte, es sei ungeklärt, wie viele unbefugte Zugriffe es gegeben habe.
Die Softwarefirma veröffentlichte die Zugangscodes laut Report auf ihrer eigenen Homepage. Die HSH Soft- und Hardware Vertriebs GmbH teilte mit, zwischen dem 15. März und 20. Juni dieses Jahres seien aufgrund einer Unachtsamkeit die Zugangsdaten für das Informationsregister im Klartext lesbar gewesen.
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