EU durchsucht Büros des Chipherstellers Intel
Die EU-Kommission hat am Dienstag Büros des Chipherstellers Intel und mehrerer großer Computerhändler in verschiedenen Ländern der Europäischen Union durchsucht. Dabei geht es um den Verdacht von wettbewerbswidrigem Verhalten, teilte die Kommission in Brüssel mit.
Die EU-Kommission machte keine Angaben über die betroffenen Firmen und die Orte der Durchsuchungen. Eine Sprecherin von Intel Deutschland bestätigte jedoch: Es waren Beamte von der EU bei uns in München. Diese hätten Intel-Mitarbeiter befragt. In Deutschland besuchten EU-Fahnder auch Büros der Handelskette Mediamarkt in Ingolstadt und sprachen dort mit Mitarbeitern.
Die EU-Kommission ermittelt bereits seit Mitte vergangenen Jahres gegen Intel wegen des Verdachts des wettbewerbswidrigen Verhaltens. Intels kleinerer Konkurrent Advanced Micro Devices (AMD) beschuldigt den Marktführer, durch Absprachen mit Herstellern und mit großen Computer-Handelsketten dafür zu sorgen, dass in weiten Teilen des Marktes nur Intel-Prozessoren verwendet werden. Intel hat im laufenden Ermittlungsverfahren kürzlich eine Anhörung durch die EU- Kommission beantragt. Diese wird im März erwartet.
|