Online-Durchsuchungen verletzen nach Ansicht von Datenschützern nicht nur Persönlichkeitsrechte, sondern reißen auch gravierende Sicherheitslücken in die Computersysteme.
Mit Blick auf die Sitzung der Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern warnte am Donnerstag der stellvertretende Datenschutzbeauftragte Schleswig- Holsteins, Johann Bizer, davor, Online-Durchsuchungen von Privat- Computern gesetzlich zu erlauben. Das heimliche Ausspähen von Rechnern, das den Geheimdiensten unter bestimmten Bedingungen erlaubt werden solle, sprenge die Grenzen jeder Verhältnismäßigkeit, sagte Bizer am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur (Berlin).
Man wolle Schleusen und geheime Falltüren in Computersysteme einbauen, um so an Informationen heranzukommen, schilderte Bizer weiter. Dabei werde jedoch übersehen, dass damit gravierende Sicherheitslöcher in Systemen entstünden. Bizer betonte: Wir kriegen Sicherheit nur dadurch, dass wir hohe Sicherheitshürden bei der Kommunikationstechnik einsetzen, um auf diese Art und Weise jedem die Möglichkeit zu geben, seine Kommunikation auch selbst hochwertig zu schützen. Andersherum werden die Freiheitsrechte all derjenigen, die überhaupt nicht betroffen sind, ganz gravierend gefährdet. Wir warnen eindringlich davor, diesen Weg der Unsicherheit zu beschreiten.
Andersherum werden die Freiheitsrechte all derjenigen, die überhaupt nicht betroffen sind, ganz gravierend gefährdet. Wir warnen eindringlich davor, diesen Weg der Unsicherheit zu beschreiten.
Ich gehe davon aus dass jeder erstmal überhaupt nicht betroffen ist ... imo der grösste Unfug, der je zur Debatte stand!