Unternehmen zahlten 1,1 Mio Euro Schadenersatz wegen Raubkopien
Die Nutzung unlizenzierter Software ist deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr teuer zu stehen gekommen. Insgesamt 1,1 Millionen Euro hätten die überführten Firmen an Schadenersatz und Nachlizenzierungen zahlen müssen, teilte die Business Software Alliance am Donnerstag mit.
Im europäischen Durchschnitt zahlt ein ertapptes Unternehmen 16 000 Euro allein an Schadenersatz und Rechtsverfolgungskosten», sagte Georg Herrnleben, Direktor für Zentral- und Osteuropa der BSA.
Ein großer Teil der überführten Unternehmen (27 Prozent) stammten wiederholt aus der Werbe-, Grafik- und Medienbranche. Den zweiten Platz nahmen dem Verband zufolge mit 22 Prozent High-Tech- und IT- Unternehmen ein, gefolgt von Finanz-, Beratungs-, Rechts- und allgemeinen Dienstleistungsfirmen (16 Prozent). Vor allem die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungsarbeit des Verbands gefördert. Rund 44 Prozent aller Fälle, die die BSA in diesem Jahr behandelt hat, wurden von Seiten der Polizei an uns herangetragen», sagte Herrnleben.
Im Mai veröffentlicht der Verband traditionell seine Studie zur Entwicklung der Softwarepiraterie weltweit. Im jüngsten Bericht war die rechtswidrige Nutzung von Software in Deutschland erstmals nach rund zwölf Jahren zurückgegangen. Die BSA versteht sich als Sprachrohr der Softwarebranche und deren Hardwarepartner. Zahlreiche große Unternehmen, darunter HP, Microsoft, IBM, Intel und Apple, werden von der Business Software Alliance vertreten.
finde die Zahl ehrlich gesagt ganz schön niedrig. 1,1 Mio. hätte ich zwar auch gerne, aber als Summe für die gesamte Wirtschaft ist das doch ein ziemlich kleiner Betrag, vor allem wenn man bedenkt, wieviel Software wahrscheinlich ohne ordentliche Lizenz in vielen Betrieben läuft.