Ebay: Online-Auktionäre im Visier der Steuerfahndung
Auf Ebay tummeln sich nach wie vor Schwarzhändler, die Umsätze am Fiskus vorbei erwirtschaften. Rund 68.000 Menschen leben vom Warenverkauf auf der Online-Auktionswebsite Ebay, so die Schätzung einer Studie, berichtet die BBC. Von diesen Händlern seien allerdings nicht alle als Selbstständige gemeldet, wie die britische Finanzbehörde vermutet. Daher startete die Behörde eine landesweite Kampagne, die solche schwarzen Schafe warnt, ihren Einkommens- und Mehrwertsteuerzahlungen nachzukommen. Daraufhin ließen sich innerhalb der ersten zwei Tage der Kampagne 200 Personen registrieren. Aber nicht nur dem Staat entgehen durch die Online-Schwarzhändler Steuereinnahmen. Zu leiden haben in erster Linie die "Offline"-Händler.
"Die hauen mir das Geschäft zusammen", beschwert sich etwa Wolfgang Siska, der in Wien ein Papier-Antiquariat betreibt. Er schätzt, dass die Privatanbieter, die regelmäßig Waren über Ebay anbieten, mindestens 500 Euro mehr Gewinn machen würden, da sie sich die Steuerzahlungen ersparen. Deswegen habe er sich auch ein zweites Standbein im Internet als Ebay-Verkäufer aufgebaut - selbstverständlich als eingetragener Händler. In Deutschland sorgt aber auch eine Gesetzeslücke für Verwirrung. "Es gibt keine einheitliche Rechtssprechung, die genau definiert bis wohin man Privatanbieter und ab wann man Gewerbetreibender ist", erklärt ein Ebay-Sprecher die Problematik.
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