Die luxemburgerische Betreibergesellschaft der Astra-Fernsehsatelliten will nun auch bisher kostenlose TV-Angebote verschlüsseln. Bereits gestern, Mittwoch, unterzeichnete Astra mit den deutschsprachigen Sendern von MTV Networks und der RTL-Senderfamilie Verträge zur Nutzung einer neuen digitalen Infrastruktur. Ob nun die Verschlüsselung des TV-Angebotes wie geplant in der ersten Jahreshälfte kommenden Jahres eingeführt werden kann, hängt von den Untersuchungsergebnissen des Bundeskartellamtes ab.
Irene Sewzcyk, Pressesprecherin des Bundeskartellamtes, erklärt, dass Untersuchungen bei Verschlüsselungsvorbereitungen des TV-Angebotes dann gemacht würden, wenn der Verdacht auf Kartellabsprache vorliege. "Wir werden überprüfen, ob gegen das Kartellrecht verstoßen wurde bzw. ob Astra sich mit RTL und PROSiebenSat.1 im Verschlüsselungsbereich abgesprochen hat", so Sewzcyk. Laut ihren Angaben würden im Zuge der Untersuchungen Vertragsentwürfe und Unterlagen angefordert und geprüft.
Das ASTRA-Satellitensystem ist das führende System für den Direktempfang in Europa. Es versorgt über 107 Millionen Satelliten- und Kabel-Haushalte in Europa. Die ASTRA-Satellitenflotte besteht gegenwärtig aus 13 Satelliten, die mehr als 1.600 analoge und digitale Fernseh- und Radiokanäle bzw. Multimedia- und Internetdienste übertragen. SES ASTRA ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von SES GLOBAL.
durch diese Massnahme wird die Zahl der Empfänger dieser Sender sehr wahrscheinlich dadurch nicht unbeträchtlich reduziert, dass der empfang dann im Ausland nicht mehr möglich ist.
Dies bedeutet natürlich auch, dass die Zahl der durch die mit diesen Sendern verknüpften Werbungsadressaten sich verringert, was in der Preisfindung für Werbung dieser Sender sich durch einen gebührenden Preisabschlag bemerkbar machen sollte !
Vielleicht gibt es einen Verband der Werbetreibenden oder ähnlich, den man da mal darauf aufmerksam machen sollte !