Sandisk investiert 1,3 Mrd. Dollar in Flash-Hersteller Msystems
Der Speicherkartenhersteller Sandisk hat die Übernahme des israelischen Flash-Speicher-Konkurrenten Msystems angekündigt. Das Übernahmeangebot beläuft sich auf 1,3 Mrd. Dollar und wird zu hundert Prozent mit eigenen Aktien bezahlt. Stimmen die Msystems-Aktionäre dem Deal wie erwartet zu, geht somit innerhalb weniger Monate bereits die zweite größere Unternehmensfusion über die Bühne. Erst im März dieses Jahres hatte sich der US-amerikanische Speicherchip-Spezialist Micron den kalifornischen Technologieanbieter Lexar Media geschnappt.
Mit der Übernahme will Sandisk sich einen entscheidenden Marktvorteil im Bereich Flash-Speicher schaffen, der innerhalb der vom Preiskampf gezeichneten Branche als relativ sichere Bank für die Zukunft gilt. Vor allem die ungebremste Nachfrage nach Flash-Speicher-Komponenten in Mobiltelefonen und tragbaren Medienplayern weckt neue Hoffnungen bei den Speicherherstellern. "Das Geschäft mit NAND-Flash-Datenspeicherung befindet sich erst im Anfangsstadium. Die Marktmöglichkeiten sind hier noch kaum ausgeschöpft", ist SanDisk-CEO Eli Harari überzeugt.
Während Msystems vor allem mit einer starken Marktposition und innovativen Patenten im portablen Embedded-Bereich sowie einem großen OEM-Kundenstock aufwarten kann, liegen die Stärken Sandisks in erster Linie im Retail-Bereich und bei den Fertigungskapazitäten. Gemeinsam wollen die Unternehmen nicht nur die derzeitige Nachfrage von Mobiltelefon-Herstellern und Netzbetreibern nach entsprechenden Speicherlösungen bedienen sondern als langfristiges Ziel auch wesentlich auf eine Flash-Lösung der nächsten Generation hinarbeiten.
Die Aktionäre von Msystems erhalten für ihre Papiere einen Anteil von 0,76368 an SanDisk-Aktien, was einen 26-prozentigen Gewinn gegenüber dem durchschnittlichen Schlusskurs der Msystems-Aktie in den vergangenen 30 Tagen entspricht.
|