Creative will Verkauf von iPods verbieten lassen
Der Singapurer Hersteller von Audio-Hardware Creative Technology hat eine Patentklage gegen den Konkurrenten Apple eingereicht. In der Klageschrift wird ein Verkaufsverbot für den Music Player iPod beantragt und Schadensersatz gefordert. Das teilte das Unternehmen gestern in Scotts Valley, Kalifornien, mit.
Creative beruft sich dabei auf ein Patent zur automatischen Sortierung von Titeln anhand der Meta-Daten über den Interpreten oder das Album. Auch iPod-Nutzer können anhand der Informationen in ihrer Musikbibliothek navigieren. Das Schutzrecht wurde dem Kläger im vergangenen Dezember zugesprochen, das Unternehmen drohte daraufhin bereits mit juristischen Schritten gegen Apple.
In Branchenkreisen wird jedoch bezweifelt, ob das Patent einer wahrscheinlichen Anfechtungsklage standhalten kann. Es sei fraglich, ob eine Sortierfunktion nach den grundlegenden Daten zu Musikstücken eine ausreichende Erfindungshöhe hat.
Könnte ein Verkaufsverbot gegen iPods durchgesetzt werden, brächte dies allen anderen Produzenten von portablen Music Playern deutliche Vorteile. Der Computerhersteller aus Cupertino, Kalifornien, dominiert den Sektor in den USA mit Marktanteilen um 80 Prozent. Creative hingegen wies zuletzt einen Quartalsverlust von 114 Millionen Dollar aus, weil trotz massiver Preissenkungen nur ein Teil der produzierten Player verkauft werden konnte.
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