Musikindustrie startet Klage gegen 1800 europäische Filesharing-Nutzer
Die Musikindustrie will heute Klagen gegen 1.800 Nutzer in neun europäischen Staaten einreichen. Den Filesharern werden Verletzungen des Urheberrechts vorgeworfen. Die Beschuldigten sollen größere Mengen geschützter Musik auf Filesharing-Plattformen bereitgestellt haben, berichtete die britische Wirtschaftszeitung 'Financial Times' (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf den internationalen Branchenverband IFPI.
Außerhalb der USA ging die Musikindustrie damit bisher gegen insgesamt 5.500 Anwender in 18 Ländern juristisch vorgegangen. Die drohenden Strafen hätten bereits zu einer deutlichen Verringerung der illegalen Angebote geführt, hieß es. So habe in Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden und Großbritannien rund ein Drittel der Filesharing-Nutzer den Upload geschützter Inhalte gestoppt oder reduziert.
Aus Großbritannien lägen Zahlen vor, wonach 11 Prozent der User, die ihre Musik bisher aus P2P-Netzen herunterluden, zu legalen Angeboten gewechselt sind. Trotz der zunehmenden Verbreitung von Breitbandanschlüssen blieb das Angebot illegaler Inhalte jedoch relativ konstant.
Die neue Klagewelle trifft auch Nutzer in Ländern wie Portugal, Island und Italien. Ziel sei es, den Druck auf die Anbieter zu verstärken, so IFPI-Chef John Kennedy.
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