Windows Vista User Account Control (UAC)
Im deutschen Windows Vista nennt sich diese Funktion Benutzerkontenschutz.
UAC ist eine Sammlung von neuen Infrastrukturtechnologien in Microsoft® Windows Vista™, die Organisationen bei der Bereitstellung von besser verwalteten Desktops und der Vermeidung von Malware unterstützen sollen. UAC sorgt dafür, dass alle Benutzer Anwendungen und Aufgaben unter einem Standard-Benutzerkonto ausführen. So wird der administrative Zugriff auf autorisierte Prozesse eingeschränkt. Es gibt Ihnen die Möglichkeit, den Desktoprechner abzusichern und so die Ausführung von nicht autorisierten Anwendungen und versehentliche Änderungen der Systemeinstellungen durch den Benutzer zu verhindern.
Unter Windows Vista gibt es zwei Benutzerarten: Standardbenutzer und Administratoren. Standardbenutzer führen Anwendungen unter einem Benutzerkonto aus, das Mitglied in der Gruppe Benutzer ist. Administratoren verwenden ein Konto, das Mitglied in der lokalen Gruppe Administratoren ist. Wenn ein Benutzer eine Anwendung startet, werden sein Zugriffstoken und seine administrativen Rechte zur Laufzeit auf die Anwendung angewandt. Das bedeutet, dass eine Anwendung, die als Mitglied der Gruppe Administratoren gestartet wurde, mit allen Rechten und Privilegien eines lokalen Administrators ausgeführt wird. Wenn ein Mitglied der Gruppe Benutzer die gleiche Anwendung startet, wird diese jedoch nur mit den Rechten und Privilegien eines Standardbenutzers gestartet. Unter Windows Vista verfügen die meisten Anwendungen entweder über ein "Administrator"- oder ein "Standard"-Token. Wenn eine Anwendung nicht als administrative Anwendung identifiziert werden kann, wird diese als Standardanwendung gestartet. Bevor eine administrative Anwendung gestartet wird, fragt Windows Vista den Benutzer, ob er die Anwendung mit den erweiterten Rechten starten möchte. Dieses Feature heißt Admin Approval Mode. Die Abfrage wird immer angezeigt - auch dann, wenn der Benutzer ein Mitglied der lokalen Gruppe Administratoren ist. Dies liegt daran, dass auch Administratoren als Standardbenutzer arbeiten - und zwar so lange, bis eine Anwendung oder Systemkomponente administrative Rechte benötigt.
Indem die Benutzer informiert werden, wenn Sie Aktionen durchführen, die möglicherweise Systemeinstellungen beschädigen könnten - zum Beispiel das Installieren einer Anwendung - können die Auswirkungen von schädlicher Software reduziert werden. Wenn ein Benutzer die entsprechenden Anmeldeinformation eingibt, unternimmt Windows Vista Schritte, um die administrative Anwendung vor Angriffen durch Standardanwendungen und -prozessen zu schützen. Da ein Administrator eine Anwendungsinstallation bestätigen muss, kann es nicht passieren, dass nicht-autorisierte Anwendungen automatisch installiert werden. Außerdem werden Standardbenutzer daran gehindert, systemweite Betriebssystemeinstellungen zu verändern.
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