Rollen tauschen
Wenn Sie wollen, können Sie nun noch eine Konfiguration mit vertauschten Rollen vornehmen. Jeder der beiden Rechner kann dann entweder als Gast- oder als Host-Computer dienen, ohne dass Sie noch einmal etwas umstellen müssen. Achten Sie auf das passende Benutzerkonto und kontrollieren Sie vor der ersten Verbindung, ob die Übertragungsraten gleich eingestellt sind.
Sind Sie mit allem fertig, werden Ihnen alle Verbindungen angezeigt.
TCP/IP ist in den letzten Jahren zum Standardprotokoll in großen und kleinen Netzwerken geworden. Auch Ihre PC-Direktverbindung verwendet das TCP/IP Protokoll, um die Rechner zusammenzuschließen.
Das funktioniert übrigens auch, wenn einer der beiden Rechner bereits Mitglied eines kleinen Netzwerks ist. In diesem Fall gehört er mit seiner Netzwerkkarte zum LAN (Local Area Network) und über das Kommunikationskabel zur PC-Direktverbindung.
Wollen Sie dann noch ins Internet, ist das auch kein Problem. Sie können alles nebeneinander konfigurieren, so wie es für jede Verbindung optimal ist, und außerdem auch alles gleichzeitig nutzen.

- IP-Adresse
Im TCP/IP-Netzwerk erhält jeder Rechner eine eindeutige IP-Adresse, über die er im Netzwerk angesprochen wird. Sie besteht aus vier Zahlen zwischen 0 und 255, die jeweils durch einen Punkt voneinander getrennt sind. Alle Rechner werden also einfach durchnummeriert. - Subnetzmaske (Subnet Mask)
Die Subnetzmaske legt dann noch fest, in welches Netzwerk der Rechner gehört. Dies ist vor allem in großen Netzen wichtig, die häufig in mehrere Subnetze unterteilt werden. Auch die PC-Direktverbindung bildet ein eigenes Netz. - Automatische Adressen
Während Sie ein kleines LAN mit sogenannten privaten IP-Adressen selber konfigurieren müssen, z.B. mit- 192.168.0.X und der Subnetzmaske 255.255.255.0
wobei Sie für X jeweils eine andere Zahl zwischen 1 und 254 einsetzen, müssen Sie sich um die IP-Adressen der PC-Direktverbindung keine Sorgen machen. Windows weist den beiden Rechnern selbständig IP-Adressen zu:- 169.254.X.Y mit der Subnetzmaske 255.255.255.555 für den Host-Computer
- 169.254.X.Y mit der Subnetzmaske 255.255.255.255 für den Gast-Computer
Auch um die IP-Adresse fürs Internet brauchen Sie sich nicht zu kümmern. Die erhalten Sie von Ihrem ISP (Internet Service Provider) bei der Einwahl.
Anmerkung
Der IP-Adressbereich von 169.254.0.1 bis 169.254.255.254. ist für APIPA (Automatic Private IP Adressing) vorgesehen. Er ermöglicht Ihren Rechern auch dann eine gültige TCP/IP-Konfiguration, wenn keine feste IP-Adresse vergeben wurde bzw. in größeren Netzen kein DHCP-Server gefunden werden konnte.
Die Standard-Subnetzmaske für diesen Adressbereich ist 255.255.0.0. Bei der PC-Direktverbindung wird sie jedoch durch die Subnetzmaske 255.255.255.255 ersetzt, weil die jeweilige Gegenstelle der einzige Rechner ist, der erreicht werden soll.
Der für APIPA verwendete IP-Adressbereich wird von der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) reserviert. Die IP-Adressen aus diesem Bereich werden im Internet nicht verwendet.
Client- und Server-Software
Für die PC-Direktverbindung müssen der Client für Microsoft-Netzwerke und die Datei-und Druckerfreigabe aktiviert sein. Windows richtet das automatisch bei der Konfiguration des Host- bzw Gast-Computers ein. Sie müssen also wieder nichts tun. Ihre Internetanbindung bekommt davon nichts mit. Sie arbeitet weiterhin ohne den Client für Microsoft-Netzwerke und die Datei-und Druckerfreigabe.
Adressenpool für die eingehende Verbindung
Sie können auf dem Host einen Adressenpool einrichten, um dem Host- und dem Gast-Computer ganz bestimmte IP-Adressen zuzuordnen.
- Öffnen Sie die NETZWERKVERBINDUNGEN über START - VERBINDEN MIT - ALLE VERBINDUNGEN ANZEIGEN.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf EINGEHENDE VERBINDUNGEN und dann auf EIGENSCHAFTEN.

- Wählen Sie die Registerkarte NETZWERK, markieren Sie den Eintrag INTERNETPROTOKOLL (TCP/IP) und klicken Sie erneut auf EIGENSCHAFTEN.

- Klicken Sie auf TCP/IP-ADRESSEN ANGEBEN und geben Sie die erste und die letzte Adresse an, die verwendet werden sollen. Für die PC-Direktverbindung müssen es mindestens 2 Adressen sein (eine für den Host und eine für den Gast), es dürfen aber auch mehr sein. In diesem Beispiel hat die PC-Direktverbindung 5 Adressen zur Auswahl:
- 192.168.55.1
- 192.168.55.2
- 192.168.55.3
- 192.168.55.4
- 192.168.55.5

- Klicken Sie auf OK und noch einmal auf OK.
Wenn Sie nun eine Verbindung zum Host aufbauen, verwenden Gast-Computer und Host-Computer zwei der festgelegten Adressen aus dem Pool. Sie können das überprüfen. - Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf die Verbindung und wählen Sie STATUS.
- Klicken Sie dann auf DETAILS.

- Unter Server-IP-Adresse und Client-IP-Adresse finden Sie die entsprechenden Einträge für den Host und für den Gast.
- Klicken Sie auf SCHLIESSEN und trennen Sie die Verbindung wieder.