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Alt 28.03.2006, 15:11   #1
BuckFix
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Post Mit T-DSL und Windows XP gemeinsam ins Internet

Mit Highspeed ins Internet, das geht natürlich am besten mit T-DSL. Wenn Sie noch ein Analog-Modem benutzen oder über ISDN surfen und nun umstellen wollen, können Sie auch daran denken, Ihr kleines Netzwerk ins Internet zu bringen. Das Gute daran: eine einzige Verbindung genügt. Teilen Sie einfach den Zugang zwischen Ihren Rechnern auf. Die Internetverbindungsfreigabe macht's möglich.

T-DSL ist eine von der Telekom angebotene Variante der Übertragungstechnik ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line). ADSL teilt eine herkömmliche Telefonleitung in unterschiedliche Bereiche für die Datenübermittlung und die Sprachübertragung und nutzt dabei einen Frequenzbereich, der zum Telefonieren nicht verwendet wird. So ist es möglich, einen analogen T-Net Anschluß oder einen ISDN Anschluß mit dem Breitband-Internetzugang zu kombinieren. Alles was Sie brauchen, ist etwas Hardware.

Typisch für ADSL ist, dass Hin- und Rückkanal jeweils unterschiedlich große Datenmengen transportieren können.
  • kleine Bandbreite Richtung Internet (Upstream)
  • große Bandbreite Richtung Anwender (Downstream)
Das ist ideal beim Surfen oder beim Herunterladen von Dateien, wo der Anwender stets große Datenmengen erhält, selbst aber nur wenige Daten (z.B. die Adressen von Webseiten) versenden muß. Und natürlich ist es auch sehr hilfreich, wenn Sie die Internetverbindungsfreigabe einsetzen möchten.



Upstream und Downstream beim T-DSL 1500 Festnetzanschluß

Internetverbindungsfreigabe

Haben Sie das Netzwerk aufgebaut und den T-DSL Anschluß konfiguriert, können Sie die Verbindung freigeben. Schon ist es möglich, dass Sie und andere Anwender gleichzeitig auf das Internet zugreifen. So können Sie z.B. E-Mails senden und empfangen, während ein Freund oder Kollege Dateien herunterlädt oder im Internet surft. Ein Rechner geht direkt ins Netz, die anderen hängen sich kostenlos an. Dafür wird die zur Verfügung stehende Bandbreite geteilt.

Die Internetverbindungsfreigabe (ICS, Internet Connection Sharing), arbeitet nach dem Client/Server-Prinzip.
  • ICS-Server: der Rechner mit dem direkten Internetzugang, der alle nötigen Dienste bereitstellt. Im lokalen Netz hat er zwingend die IP-Adresse 192.168.0.1.
  • ICS-Client: jeder andere Rechner im Netzwerk, der über das Netz auf den Server und über den Server auf das Internet zugreift.


Routing

Ihr kleines Netzwerk und das Internet sind physikalisch getrennte Netze. Damit Ihre Rechner den Weg ins Internet finden, übernimmt der ICS-Server die Rolle des Vermittlers. Er gehört über die Netzwerkkarte zum LAN (Local Area Network) und über die T-DSL Leitung zum Internet. Mit Hilfe von NAT (Network Address Translation) ist er in der Lage, die Daten weiterzureichen. Er fungiert also als Software-Router oder, wie Windows es nennt, als Standard-Gateway.

NAT (Network Address Translation)

Die Rechner in Ihrem kleinen Netzwerk und die Rechner im Internet kommunizieren im Prinzip auf die gleiche Art und Weise. Sie verwenden IP-Adressen, um einander anzusprechen. Während Ihr LAN mit privaten Adressen arbeitet, die im Internet nicht vorkommen, z.B. 192.168.0.1 bis 192.168.0.254, brauchen Rechner im Internet öffentliche Adressen, damit sie gefunden werden können. Jedesmal also wenn Ihr ICS-Server eine Internetverbindung aufbaut, erhält er zusätzlich zu seiner privaten LAN-Adresse eine öffentliche Internet-Adresse, die ihm der Internetdienstanbieter (ISP, Internet Service Provider, in dieser Anleitung T-Online) zuteilt.

Will nun ein Rechner aus dem lokalen Netzwerk eine Verbindung zu einem Internet-Server aufnehmen, landet seine Anfrage zunächst beim ICS-Server. Der ersetzt die private LAN-Adresse durch die öffentliche Adresse des ISP, bevor er die Daten an den eigentlichen Empfänger weiterleitet. Der angesprochene Internet-Server antwortet dann seinerseits dem ICS-Server, der wiederum die Adressen austauscht bevor er die Daten an den ursprünglichen Absender zurückschickt. Damit dabei nichts durcheinander kommt, führt der ICS-Server eine NAT-Tabelle, die neben den IP-Adressen der ICS-Clients auch die verwendeten Kommunikationskanäle (Ports) festhält.



Im Detail:
  1. Der ICS-Client schickt eine Anfrage an einen bestimmten Rechner im Internet (212.184.6.56 Port 80).
  2. Der ICS-Server fängt die Daten ab, merkt sich IP-Adresse und Portnummer des Clients (192.168.0.2, z.B. Port 10000) und adressiert die Anfrage um (80.141.105.209, z.B. Port 20000). Anhand der neuen Portnummer kann er den eigentlichen Absender später wieder ausfindig machen.
  3. Der ICS-Server (80.141.105.209 Port 20000) sendet die Daten an den Internet-Server (212.184.6.56 Port 80).
  4. Der Internet-Server (212.184.6.56 Port 80) antwortet dem ICS-Server (80.141.105.209 Port 20000), den er für den eigentlichen Absender der Anfrage hält.
  5. Der ICS-Server identifiziert anhand der Portnummer (20000) den richtigen Empfänger (192.168.0.2 Port 10000).
  6. Der ICS-Server tauscht die Adressen wieder aus und leitet die Antwort weiter.


NAT sorgt dafür, dass von außen nur der ICS-Server erkannt wird, der Rest Ihres kleinen Netzwerks bleibt für Außenstehende unsichtbar. So kann man vom Internet auch nicht direkt auf einen der Client-Rechner zugreifen, die gesamte Kommunikation läuft über den Server und damit über die IP-Adresse des ISP. So bietet NAT auch einen gewissen Schutz vor Angreifern.

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