Wenn eine Datei gelöscht wird, ist sie nicht wirklich weg - auch nicht, wenn der Anwender danach den Papierkorb leert. Falls ein brisantes Dokument unwiderruflich vernichtet werden muss, ist ein Schredder zu empfehlen. Das kleine Open Source-Programm Eraser ist bei einer solchen sicheren Vernichtung von Daten behilflich. Die Inhalte der Dateien werden mehrmals nacheinander mit zufällig generierten Buchstabenmustern überschrieben.
Der Eraser lässt sich einfach bedienen und bietet eine durchdachte Oberfläche. Nützlich ist die Möglichkeit des zeitverzögerten Löschens per Scheduler. Das Tool enthält einen Task-Manager, so dass bestimmte Löschvorgänge regelmäßig ausgeführt werden können. Sie leeren somit beispielsweise den Cache Ihres Web-Browsers oder beliebiger anderer Ordner zu einer bestimmten Uhrzeit und schicken alle Daten endgültig ins Nirwana.
Geschreddert werden können nicht nur Dateien und Ordner sondern auch ungenutzter Festplattenplatz. Auf Wunsch erstellt der Eraser nach jedem Löschvorgang einen Bericht. Das Kontextmenü des Windows Explorers kann mit einem Eraser-Menüeintrag versehen werden, um Daten schnell und einfach zu beseitigen.
In den Einstellungen legen Sie außerdem fest, welche Methode beim Überschreiben verwendet werden soll. Zur Auswahl stehen eine Zufallszahlenfolge, der Standard des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit wahlweise drei oder sieben Durchgängen und die extrem sichere Gutmann-Methode mit stolzen 35 Schreibvorgängen. Das aktuelle Update bietet die Möglichkeit, die ersten und letzten zwei Kilobyte einer Datei zu löschen. Außerdem kann die Software per Kennwort vor Unbefugten geschützt werden.
Lizenz: Open Source
Sprache: Englisch
System: Windows